Der Mailänder Luxusgüterkonzern wird mit diesen Zahlen zum Börsenliebling. Dank guten Geschäften in den eigenen Läden kann der Umsatz im ersten Quartal deutlich gesteigert werden. Der Quartalsgewinn fiel sogar doppelt so hoch wie im Vorjahr aus.

Prada_SS 2012

Handtaschen mit dem markanten Dreiecks-Emblem waren besonders gefragt

Die Prada SpA ist mit ausgezeichneten Zahlen ins Geschäftsjahr 2012 gestartet. Die Umsätze im ersten Quartal (Stichtag: 30. April) stiegen „trotz schwieriger und unvorhersehbarer Rahmenbedingungen“ im Vergleich zum Vorjahr um 47,9% auf 686,7 Mio. Euro. Die Erlöse aus dem Retail-Kanal stiegen um 49% auf 569,7 Mio. Euro, was auf rund 65 neu eröffnete Läden (davon allein 15 seit Anfang Februar), aber auch ein gutes flächenbereinigtes Wachstum von 19% zurückzuführen ist. Mittlerweile setzt Prada deutlich mehr als 80% des Gesamtumsatzes in seinen eigenen Stores um. Aktuell betreibt das Unternehmen weltweit 402 Stores. Im Wholesale-Geschäft stieg der Umsatz um 42% auf 103,6 Mio. Euro.

Regional betrachtet verbuchte Prada in Europa mit einem Plus von mehr als 55% die größten Zuwächse. Trotz Euro-interner Krisen profitierte der Luxuskonzern von Touristen, die gerne die ein oder andere Lederhandtasche oder ein Paar Schuhe mit nach Hause nahmen. In Asien (ohne Japan) kletterte der Absatz um 47% auf 253 Mio. Euro und in Amerika um 34% auf 87 Mio. Euro. Mit rund 417 Mio. Euro waren Taschen und Lederwaren die wichtigste Produktgruppe des Traditionskonzerns.

Während sich der Umsatz „sehr erfreulich“ entwickelte, konnte der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sogar um 77% auf mehr als 200 Mio. Euro erhöht werden. Das EBIT kletterte um 106% auf EBIT) knapp 165 Mio. Euro. Der Nettogewinn verdoppelte sich sogar von 57,7 auf 121,7 Mio. Euro

Foto: Prada