Der Hamburger Modekonzern kann sich der Negativentwicklung im Modehandel nicht entziehen. Während die Dachmarke in den eigenen Stores ein leichtes Plus verbuchen konnte, musste Bonita herbe Umsatzeinbrüche auf gleicher Fläche hinnehmen. Insgesamt ist die Bilanz durchwachsen.

Tom Tailor

Bei Tom Tailor hat sich der Trend-Mangementansatz ausgezahlt. Flächenbereinigt wurde ein Plus von mehr als 2 Prozent erreicht

Die Tom Tailor Group kann im ersten Quartal 2013 nicht ganz an die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre anknüpfen. Während es für die Kernmarke Tom Tailor noch recht erfreulich lief, musste die im letzten Jahr übernommene Marke Bonita deutliche Einschnitte hinnehmen. Das Tom Tailor Retail Segment konnten in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres um 20,4% zulegen, flächenbereinigt lag das Plus immerhin bei 2,3% – und legte damit zum 17. Mal in Folge zu.  Extrem positiv entwickelte sich das eCommerce-Geschäft, das einen Anstieg von 9,7% erzielt. Im Gegensatz dazu verlor Bonita rund 6% im Vergleich zum Vorjahr. Flächenbereinigt ging der Umsatz um 15,0% zurück.

Als Grund für die flache Entwicklung nannte der Konzern den zu lange dauernden Winter, der den Start in die Frühjahrssaison deutlich erschwert hatte. „Wie die gesamte Branche litt die Tom Tailor Group im ersten Quartal unter dem anhaltenden kalten Winterwetter und einer damit einhergehenden schwachen Kundenfrequenz in den Stores“, so CEO Dieter Holzer. Er sieht aber am Beispiel von Tom Tailor, dass sich der Trend-Management-Ansatz auch in frequenzschwachen Zeiten auszahlt und glaubt, dass Bonita dieses Potential auch bald abrufen kann: „Nach der Verkürzung der Vorlaufzeiten und Umstellung der Produktentwicklung sind wir sehr zuversichtlich, auch hier ab dem vierten Quartal 2013 wieder flächenbereinigt zu wachsen.“

Foto: Tom Tailor