Keine Eile mit einem Verkauf: Recht untypisch für ein Private-Equity-Unternehmen, beharrt der Finanzinvestor Permira darauf, mit einer Versilberung seines Investments noch etwas warten zu können.

Hugo Boss bleibt noch eine Weile unter den Fittichen von Permira

Der Finanzinvestor Permira hat es nicht eilig mit einem Verkauf seiner Anteile am Metzinger Modekonzern Hugo Boss. Man stehe nicht unter Zeitdruck bei einem Verkauf, stellte Deutschland-Chef Jörg Rockenhäuser in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen klar. „Wir wollen erst noch eine bessere Hugo Boss, bevor wir den Modekonzern verkaufen“, erklärte er weiter.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist Hugo Boss in den letzten Monaten zurück auf Erfolgskurs. Die Bestellungen zogen im vergangenen Jahr deutlich an. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wird ein Rekordergebnis gerechnet. Der Vorstand hat dem Konzern intern ein Wachstums- und Restrukturierungs-konzept verpasst, das bis 2015 läuft und auch eine Beschäftigungsgarantie vorsieht. Dieses Zeitfenster stünde aber nicht in Korrelation mit einem möglichen Ausstieg von Permira, erklärte Rockenhäuser weiter.