Neckermann nimmt Abstand vom Osteuropa-Geschäft
Rückzug aus dem Osten: Die Geschäfte hinter dem ehemaligen eisernen Vorhang laufen nicht so gut, wie man es sich eigentlich erhofft hatte. Daher zieht der Versender die Konsequenzen und sich aus fünf osteuropäischen Märkten zurück.
Der Multichannel-Anbieter Neckermann wird zukünftig weniger international ausgerichtet sein als bisher. Aus fünf der neun ausländischen Märkte wird sich das Frankfurter Versandhandelsunternehmen zurückziehen. Bis zum Jahresende soll der Versandhandel in Kroatien, Slowenien, der Slowakei, der Ukraine und Tschechien eingestellt werden. Offenbar entpuppten sich die osteuropäischen Konsumenten doch nicht als so konsumorientiert, wie man sich Ende der 90er Jahre versprochen hatte. Insgesamt setzte Neckermann im abgelaufenen Geschäftsjahr in den osteuropäischen Ländern rund 50 Mio. Euro um und musste rückläufige Umsätze hinnehmen.
Um den Umsatzausfall aus Osteuropa aufzufangen, will sich Neckermann zukünftig stärker auf die westeuropäischen Märkte Österreich, die Schweiz, Belgien und die Niederlande konzentrieren, von denen man sich eine bessere Performance erhofft. Allein in Österreich stieg der Umsatz in 2010 um 22% auf über 100 Mio. Euro.
Im Zuge des Rückzugs aus Osteuropa wird Neckermann Beteiligungs GmbH, die für das zentral- und osteuropäische Auslandsgeschäft zuständig ist, rund 40 Arbeitsplätze in Graz streichen. In Süd- und Osteuropa sollen weitere 160 Jobs gestrichen werden.








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