Die Beendigung seiner Auslandsambitionen kostet den Grazer Mode- und Sporthändler immer noch viel Geld. Die Geschäfte im Heimatmarkt blieben nahezu stabil.

Kastner & Öhler will sich zukünftig auf den österreichischen Markt konzentrieren

Kastner & Öhler will sich zukünftig auf den österreichischen Markt konzentrieren

Die Kastner & Öhler Beteiligungs AG hat im Geschäftsjahr 2013/14 einen Umsatz von 213,5 Mio. Euro verbucht. Das sind 10,1 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Davon entfielen 208,7 Mio. Euro auf die Warenhaustochter, wo ein Rückgang von 0,7% verzeichnet werden musste.

Das gruppenübergreifende Vorsteuerergebnis belief sich auf -8,4 Mio. Euro und lag damit etwas über dem Vorjahresverlust. Als Gründe für die Umsatzrückgänge und die anhaltend roten Zahlen nennt K&Ö-Vorstand Wäg den Rückzug aus den osteuropäischen Märkten. 2011 hatte sich das Unternehmen bereits aus Tschechien und der Slowakei zurückzogen, 2013 folgte die Schließung von drei Gigasport-Filialen in Slowenien, wo immer noch ein Modehaus betrieben wird.

Für das noch bis Ende Februar 2015 laufende Geschäftsjahr 2014/15 rechnet Wäg mit Zahlen auf dem Vorjahresniveau. „2014 war der Handel nicht einfach“ sag er. Die Schließungen in Slowenien wirken sich weiter auf das aktuelle Jahr aus. Nichtsdestotrotz denkt das steirische Handelsunternehmen mittelfristig wieder ans Wachstum – allerdings im heimischen Markt. Ein Standort in Österreich soll noch geschlossen werden, im Gegenzug sollen dafür in Ried und Liezen neue Filialen eröffnen und ein Grazer Standort modernisiert werden. Auch der Einstieg ins Onlinegeschäft soll sich auszahlen.

Die in Familienhand liegende Kastner & Öhler AG betreibt 13 Modehäuser in Österreich, ein weiteres in Laibach Slowenien sowie 16 Gigasport-Häuser.

Foto: Kastner & Öhler (© Bernd Kammerer)