Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel: Laut BTE-Jahresbetriebsvergleich haben inhabergeführte, mittelständische Modegeschäfte im letzten Jahr durchschnittlich einen betriebswirtschaftlichen Gewinn von etwas mehr als zwei Prozent erzielt - immerhin etwas mehr als 2012.

Das Geschäft mit Kleidung wirft letzten Endes wenig für den mittelständischen Modehandel ab

Der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) teilt mit, dass der mittelständische Modefachhandel nach der Auswertung des BTE-Jahresbetriebsvergleichs im Jahr 2013 einen betriebswirtschaftlichen Gewinn von 2,1% vom Bruttoumsatz erzielt hat. Das ist zwar mehr als 2012, wo die Marge 1,8% betragen hatte. Allerdings sind die Ergebnisse nicht per se vergleichbar, da die Zahl und Zusammensetzung der Teilnehmer von Vorjahr variiert und ein kalkulatorischer Unternehmerlohn mit umsatzbezogenen Werten zwischen 1-5% vorgegeben wurde. Laut BTE ist es aber so oder so „nur ein mäßiges Ergebnis“, da die Rendite vieler vertikaler Anbieter bei weitem nicht erreicht wird.

Weitere Durchschnittszahlen des Jahresbetriebsvergleichs: Der Durchschnittsumsatz lag bei 12,6 Mio. Euro. Einer Netto-Betriebshandelsspanne von 39,6% standen Kosten von 37,4% gegenüber. Zusätzlich wurden Erträge aus Skonti und Boni in Höhe von 1,1% erzielt.

Der BTE hat im Sommer knapp hundert Textilfachgeschäfte mit Bruttoumsätzen zwischen 200.000 und 100 Mio. Euro zu Mitarbeiter- und Raumproduktivität, Lagerumschlag, Preisabschriften, Teilwertabschläge und die wichtigsten Kostenarten befragt. Die Ergebnisse wurden für den kürzlich veröffentlichten BTE-Statistik-Report 2014 „Textileinzelhandel“ genutzt.