Mailänder Modewoche: Bewährtes bewahrt
Elegant oder romantisch, lässig oder opulent: Die Modewoche Milano Moda Donna war geprägt von Gegensätzen. Die großen Modehäuser setzen auf cleanen Chic und den glamourösen Luxus alter Tage. Die jungen Designer müssen sich ihren Namen noch erarbeiten.
Galante Ritter und andere Märchenfiguren bei Dolce & Gabbana
Mailand ist eine gealterte Dame, die schon lange im Geschäft ist und von ihrer jahrelangen Erfahrung zerrt. Die Namen, die die Stadt groß gemacht haben, zeigten das, was sie am besten können: Edle Schneiderkunst mit mehr oder weniger Opulenz. Wirklich Überraschendes gab es nicht zu sehen – außer vielleicht bei Dolce & Gabbana, die statt dem üblichen sizilianischem Barock ein verträumtes Märchen, Rotkäppchen inklusive, inszenierten, oder bei der exzentrischen Kollektion von Etro. Warum auch immer Neues erfinden, wenn Klassiker gut laufen und gewollt sind. Lediglich an der Raffinesse wurde gefeilt, mit Materialien experimentiert und stärker mit Gegensätzen gespielt: Bei Fendi trafen lackige Oberflächen auf Pelz, bei Versace strenge Military-Elemente auf feminine Silhouetten oder bei Prada zarter Seidenchiffon auf konservativen Tweed. Der 80-jährige Giorgio Armani zeigte edle Business-Outfits und Glitzer-Roben. Roberto Cavalli war ebenfalls auf Glamour aus. Das anonyme Designteam von Jil Sander blieb unaufregend minimalistisch. Die Designerin Gabriele Colangelo, die ebenfalls in Mailand präsentierte, wird aufgrund ihrer futuristisch anmutenden Kollektion bereits als mögliche Nachfolgerin für das traditionsreiche Modehaus gehandelt.
Einer der Newcomer, der Mailand in eine neue Ära führen könnte, war das Label MSGM, das mit Vielschichtigkeit und ungewöhnlichen Farb- und Materialspielereien faszinierte.
PRADA
VERSACE
BOTTEGA VENETA
GIORGIO ARMANI
JIL SANDER
MISSIONI
DOLCE & GABBANA
ROBERTO CAVALLI
ETRO
MOSCHINO







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