M.O.D. enttäuscht über Bread & Butter Absage
Das Frankfurter Jeanslabel gehört wie einige andere auch wohl nicht zu der Auswahl, die B&B-Chef Müller für die nächste Winterausgabe eingeladen hat. Die Macher kommentieren in einem offenen Brief, was sie von dem "Back to the roots" der Bread & Butter halten.
Dass die Neuausrichtung der Bread & Butter nicht bei allem auf Begeisterung stoßen würde, war abzusehen. Allerdings monieren jetzt einige Brands, die die Messe schon einige Jahre begleitet haben, das Vorgehen und wie sie über die Änderungen informiert wurden. Zu ihnen gehört auch das Frankfurter Label M.O.D. Miracle of Denim aus dem Hause Monopol. Die beiden dahinter stehenden “Jeans-Enthusiasten” haben jetzt einen Akin Erdogan und Elias Rumelis ein Presse-Statement dazu verfasst, dass fabeau hier ungekürzt wiedergibt:
“Ungeachtet langjähriger Kooperationen wurde nun eine “sorgfältigere Auswahl” der Aussteller vorgenommen. Diese Auswahl wurde – so Zitat K.-H. Müller “…relevante Top Brands erwarten eine strikte Selektion…” – demnach auf Druck der marktführenden Brands vorgenommen. Mit dieser Entscheidung macht sich die BBB somit zum Werkzeug einiger, weniger “Top Brands” und lässt sich sein Messekonzept auf diktieren.
Wo bitte ist hier der Elan und die Motivation der Gründerzeit der Bread & Butter geblieben?
Die Brands, die mit Ihrem Vertrauen und Mut zum Risiko dazu beigetragen haben, die BBB zur “wichtigsten Messe der Street- und Urbanwear in Europa” werden zu lassen, sollen nun still und leise verabschiedet werden. Vom Konzept dieser Tage, jungen und aufstrebenden Brands in den Kölner Deutz Hallen eine Plattform zu bieten, die auf der Herren Modemesse nicht erwünscht waren, hat man sich nun endgültig abgewandt. Die BBB hat eine ganz eigene Interpretation von “Back To The Roots …” . Sie entzieht den Brands die Plattform, die Nischen besetzen und die von den Händlern gesucht werden, die sich ihr Sortiment nicht ausschließlich von den Big Playern diktieren lassen wollen. Die BBB ist sich nun nicht zu schade, genau dies zu verhindern und den Top Brands den Geleitschutz zu geben, den sie jetzt benötigen, um sich die Marktanteile wieder zurück zu erobern, die sie zwischenzeitlich, auch Dank der Messelandschaft und der so geschaffenen Konkurrenzsituation, an die “kleinen Brands” verlorenen hatten. Das ursprüngliche Konzept der Bread & Butter ist somit ad absurdum geführt.
Auch wir von M.O.D sind nicht unter den “Selected Brands” der BBB. Mit Schrecken und Verwirrung haben sich Kunden und Einkäufer namhafter Häuser bei uns gemeldet und mit Kopfschütteln auf die Entscheidung der BBB reagiert und sich bei uns erkundigt. Diese Einkäufer sind es, die auf die Messe gekommen sind, um neue, frische und innovative Kollektionen zu sichten. In Zukunft bekommen sie nur noch das zu sehen, was sie ohnehin in ihren Limits doch schon längst eingeteilt haben. Die BBB nimmt sich selbst einen Großteil ihrer Attraktivität, wenn die Trüffel- und Sahnestücke im Portfolio der Aussteller fehlen werden.
Nicht Gentlemen like ist auch die Art und Weise wie seitens der BBB vorgegangen wurde. Wird doch erst die Presse informiert und die Betroffenen erst im zweiten Step. Für uns ist das nicht nachvollziehbar. Auch wirft die Auswahl der “ausgeladenen” Brands einen sehr langen Schatten auf den Tempelhof. So sind es doch gerade “die” Denimbrands, die momentan den Big Playern die Marktanteile streitig machen, unter den “Auserwählten…”
Wir werden die Entwicklung hier sehr genau beobachten und unsere Anmeldung zur BBB zunächst weiter verfolgen, zumal wir bereits erhebliche Investitionen getätigt haben und wir turnusmäßig bereits mitten in den Messevorbereitungen für den Januar stecken. Wir bleiben hier auch dran … in der Hoffnung, dass sich die BBB noch ihrer wahren “Roots” besinnt und sich nicht zum Spielball der Big Player machen lässt.”
Ob dies allerdings die Aufnahme in die Brand List bringt, dürfte abzuwarten bleiben…















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