Adidas stellt sich logistisch auf Rekordwachstum ein
Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller hat in der Nähe von Osnabrück sein weltweit größtes Warenverteilzentrum in Betrieb genommen. Das neue Vertriebszentrum soll das Unternehmen insbesondere für das wachsende Onlinegeschäft wappnen.
Von der Autobahn unübersehbar: Das neue Logistikzentrum von adidas
In der letzten Woche hat die Adidas Group ihr neues Warenverteilzentrum im Niedersachsenpark von Rieste (Niedersachsen), zwischen Osnabrück und Vechta gelegen, in Betrieb genommen. Mit dem neuen, effizienter aufgestellten und rund 100 Mio. Euro teuren Distributionszentrum stellt sich die weltweite Nummer 2 der Sportartikelhändler auf das kommende Wachstum ein. Das Lager erstreckt sich auf eine Fläche von 55.000 Quadratmetern (knapp acht Fußballfelder groß) und kann 35 Mio. Euro Artikel zeitgleich beherbergen und 250 Mitarbeiter beschäftigen. Im Gegenzug sollen zwei Distributionslager in den Niederlanden geschlossen werden.
In diesem Jahr plant Adidas in Rieste bereits 7,5 Mio. Artikel umzuschlagen. Bis 2015 soll der Umschlag auf jährlich 102 Mio. adidas- und Reebok-Artikel heraufgefahren werden. Im neuen Lager sollen Vertriebs- und Logistikdienstleistungen für Wholesale und Own Retail sowie der Internethandel für die Region West- und Zentraleuropa abgewickelt werden. Vor allem den Bereich eCommerce sieht Standortleiter Lars Stefanowski als zunehmend bedeutendes Geschäftsfeld. Der Umsatz soll in den kommenden drei Jahren auf rund 500 Mio. Euro mehr als verdreifacht werden.
Insgesamt sind die Herzogenauracher recht optimistisch, was ihre Zukunft angeht. Bis 2015 will die adidas-Group ihren Umsatz von aktuell 14,9 Mrd. Euro in 2012 auf über 17 Mrd. Euro steigern. Erst kürzlich hatte Konzernchef Herbert Hainer verkündet, allein den Umsatz mit Fußballprodukten im Zuge der bevorstehenden Fußball-WM in Brasilien über 2 Mrd. Euro-Marke zu hieven. Damit bleibt der Konzern mit den drei Streifen seinem Konkurrenten Nike dicht auf den Fersen und will den Vorsprung gegenüber den Amerikanern weiter verkleinern.
Foto: Niedersachsenpark







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