LVMH kauft weiter Anteile bei Hermès
Da nützen alle Abwehrmaßnahmen anscheinend wenig: Der Konzern hinter Louis Vuitton und anderen Luxusmarken übernimmt weitere 3,14 Prozent am edlen Pariser Tuch- und Lederwarenspezialisten. Damit kontrolliert LVMH-CEO Bernard Arnault nun mehr als 20 Prozent an Hermès.
Hermès gehört zu über 20% dem LVMH-Konzern
LVMH baut seine Beteiligung an Hermès International trotz Absagen und Drohgebärden des Familienclans weiter aus. Nachdem LVMH im Oktober recht überraschend eine Beteiligung von 14,2% eingegangen war, folgt nun die Ankündigung, dass der Anteil auf 20,21% erhöht worden ist. LVMH soll diese Woche weitere 3,3 Millionen Hermès-Aktien erworben haben. Der Streubesitz wurde dadurch auf rund 7% reduziert, wodurch LVMH zum Hauptaktionär geworden ist.
Zwar hat LVMH-CEO Bernard Arnault mehrfach betont, dass es sich um einen „freundschaftliche“ Beteiligung handele. LVMH strebe nicht an, die Kontrolle über Hermès ausüben oder das Traditionsunternehmen übernehmen zu wollen. Die Hermès Familie wollte diese Beteuerungen nicht glauben, und hatte immer wieder betont, dass man es vorziehe, wenn sich Arnault zurückzöge. Mit der Gründung einer Familien-Holding wollte man sich gegen eine feindliche Übernahme absichern. Die Hermès Erbengemeinschaft hält 73,4% an dem Pariser Unternehmen, das weltweit für seine Seidentücher und Lederwaren bekannt ist.
Der Grund für den Kauf weiterer Aktien, lag wohl auf der Hand: „Wir hatten die Chance zu kaufen, also kauften wir“, soll ein Unternehmenssprecher gesagt haben. Es heißt, dass sich LVMH in nun Position gebracht, falls es zu langfristigen Veränderungen in der Aktienkapitalstruktur von Hermès komme.
Foto: Hermès





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