Nobel geht die Welt zugrunde: Laut einer Luxusgüterstudie wird der weltweite Luxusgütermarkt im Jahr 2012 um zehn Prozent auf rund 212 Milliarden Euro wachsen. Während in Asien und Amerika mehr geshoppt wird, bricht das Wachstum in Europa um die Hälfte ein.

Der globale Markt für Luxusgüter steigt weiter.

Der Luxusgütermarkt wird seine insgesamt gute Geschäftsentwicklung mit einem starken vierten Quartal abschließen. Dies ergab jetzt ein Herbst-Update der Studie der Managementberatung Bain & Company in Zusammenarbeit mit Fondazione Altagamma. Demnach soll der weltweite Gesamtumsatz 2012 auf dem Luxusgütermarkt um zehn Prozent steigen und somit auf 212 Milliarden Euro wachsen. Bisher wurde ein Anstieg um 7% für den Gesamtumsatz 2012 prognostiziert.

Das Wachstum des Luxusgütermarkts wird in China und im asiatisch-pazifischen Raum voraussichtlich um 18% steigen. Auch in Nord- und Südamerika erwarte man Umsatzsteigerungen von 13%. In Europa allerdings wird sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr halbieren und nur noch 5% betragen. Nach Schätzungen von Bain & Company wird der Luxusgütermarkt in den Jahren von 2013 bis 2015, bereinigt um Wechselkursschwankungen, jährlich um 4 bis 6% wachsen.

Änderung der Wachstumsfaktoren

Während das Wachstum steigt, ändern sich jedoch die Wachstumsfaktoren. Rund ein Viertel der privaten Einkäufe von Luxusgütern gehen auf chinesische Konsumenten zurück. Zudem wächst der E-Commerce mit etwa 25 Prozent jährlich in einem hohen Tempo weiter. Nach der Bain & Company-Studie finde darüber hinaus ein Generationenwechsel statt: Junge Einkäufer achten mehr auf Einzigartigkeit als auf traditionelle Produkte.

Accessoires sind zum wichtigsten Luxusgütersegment geworden. Lederwaren und Schuhe nehmen mit mehr als 27% der Umsätze den größten Marktanteil ein. Darüber hinaus werden etwa 40% der Luxuseinkäufe von Touristen getätigt.