Ludwig Beck und Wormland starten zufrieden ins neue Jahr
Auf den ersten Blick kann das Münchner Handelshaus ein sattes Umsatzplus verbuchen. Doch das Plus ist nur der Wormland-Übernahme geschuldet. Die Münchner selbst verloren auf gleicher Fläche.
Ludwig Beck verliert gegenüber dem Vorjahresquartal leicht
Die Ludwig Beck AG hat das erste Quartal mit einem Umsatzanstieg von brutto 21,7 Mio. auf 37,3 Mio. Euro abschließen können. Das deutliche Plus ist aber allein dem im zweiten Quartal 2015 übernommenen Menswear-Filialisten Wormland zuzurechnen, der in den ersten drei Monaten 2016 einen Umsatz von 16,3 Mio. Euro erzielte. Für die traditionellen Ludwig Beck-Aktivitäten am Stammhaus am Marienplatz und den Fünf Höfen ergab sich damit ein rechnerischer Umsatzrückgang von über 3%. Das winterkalte Wetter, die modische Konsumunlust der Deutschen und der Rückgang internationaler Touristen können dafür verantwortlich gemacht werden.
Der Nettorohertrag konnte von 8,5 Mio. auf 14,3 Mio. Euro verbessert werden. Die entsprechende Marge verringerte sich allerdings um knapp einen Prozentpunkt auf 45,5%. Der Konzern macht dafür den Abverkauf der Herbst/Winterware mit starken Preisänderungen als auch der fortgesetzte Abverkauf der Wormland-Altbestände verantwortlich. Das Betriebsergebnis auf EBIT-Ebene rutschte auf -2,4 Mio. Euro ab. Das Ergebnis nach Steuern blieb mit -2,5 Mio. Euro weiter negativ (Vorjahr: -0,1 Mio. Euro).
Für das laufende Jahr rechnet die Gruppe mit einem Gesamtwarenumsatz zwischen 180 und 190 Mio. Euro und einem EBIT zwischen 8 und 9 Mio. Euro. Maßgeblichen Fokus will der Vorstand in den nächsten Monaten auf die Integration des Menswear-Filialisten Wormland legen. Er soll mit den gleichen Maßnahmen wie einst Ludwig Beck „zur alten Stärke“ zurückgeführt werden, kündigte Vorstand Dieter Münch an.
Foto: Ludwig Beck AG







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