Ludwig Beck legt zu
Nach der Übernahme von Wormland kann der Münchener selbstredend höhere Umsatzzahlen ausweisen. Doch auch ohne den Menswear-Anbieter schlägt sich das Kaufhaus der Sinne besser als der Markt.
Ludwig Beck Herbstschaufenster: Auf gleicher Fläche verkaufen die Münchner besser als der deutsche Marktdurchschnitt
Der Münchner Modehandelskonzern Ludwig Beck kann in den ersten neun Monaten 2015 einen Umsatz von 100,9 Mio. Euro ausweisen. Der Anstieg von 69,2 Mio. Euro im Vorjahr ist primär auf den Erwerb des Menswear-Spezialisten Wormland im Mai dieses Jahres zurückzuführen. Wormland setzte in dem Neunmonatszeitraum 30,3 Mio. Euro um. Ludwig Beck selbst konnte auf gleicher Fläche immerhin ein Umsatzplus von 1,9% ausweisen, was deutlich über der deutschen Marktentwicklung lag.
Der Nettorohertrag belief sich auf 39,0 Mio. Euro, woran Wormland einen Anteil von 10,5 Mio. Euro hatte. Die Nettorohertragsmarge verringerte sich aufgrund eines forcierten Abverkaufs von Wormland-Überständen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) verdoppelte sich von 4,7 Mio. Euro auf 9,9 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern betrug 8,6 Mio. Euro – im Vorjahr waren es ohne Wormland noch 2,9 Mio. Euro gewesen.
Für den Jahresendspurt ist Ludwig Beck optimistisch. Das vierte Quartal ist mit dem Weihnachtsgeschäft immer das umsatzstärkste. Insgesamt rechnet das Management daher mit einem Jahresumsatz zwischen 158 und 163 Mio. Euro und einem EBIT von 17 bis 19 Mio. Euro. Insgesamt sieht sich der Konzern gut aufgestellt: „Ludwig Beck und Wormland bilden nun zusammen mit unseren Online-Aktivitäten das erfolgreiche Trio, das den Konzern in Zukunft abbilden wird. Stabilität und Wachstum sollen somit nachhaltig gewährleistet sein“, erklärte Vorstand Dieter Münch.







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