Görtz schießt privat 30 Millionen dazu
Rettung ist Familiensache: Gemeinsam mit seinen Brüdern steckte Ludwig Görtz rund 30 Mio. Euro in den Hamburger Schuhfilialisten und „sein Lebenswerk“. 2013 soll die Kette wieder schwarze Zahlen schreiben.
Görtz: Klarer Aufwärtstrend erkennbar
Wie das Hamburger Abendblatt in seinem Artikel „Ludwig Görtz kämpft um Lebenswerk“ berichtet, greift der Inhaber jetzt selbst tief in die Tasche, um den angeschlagenen Schuhfilialisten Görtz zu stabilisieren. Rund 30 Mio. Euro soll er im letzten Herbst zusammen mit seinen Brüdern Friedrich und Thomas in das defizitäre Unternehmen gesteckt haben. Damit soll das selbst verordnete Sanierungsprogramm bezahlt werden. Der „Focus“ berichtet, dass die Millionen u.a. durch Immobilienverkäufe finanziert worden sein.
Görtz hatte im letzten Sommer die Reißleine gezogen, nachdem das Unternehmen über Jahre Verluste angehäuft hatte. Die zunehmende Konkurrenz durch preis- und marketingaggressive Online-Anbieter wie Zalando hatten es dem Traditionshändler schwer gemacht. Daraufhin entschloss man sich, das Filialnetz um 30 von 260 Filialen zu verkleinern und Stellen in der Hamburger Zentrale abzubauen. Rund die Hälfte der geplanten Schließungen ist bereits durch und die Maßnahmen scheinen Wirkung zu zeigen. Es sei ein „klarer Aufwärtstrend“ erkennbar, denn für 2013 rechnet Görtz bereits wieder fest mit einem Gewinn. Zwar ist der Umsatz in 2012 um 4% auf 380 Mio. Euro zurückgegangen, was aber an dem verkleinerten Filialnetz liegt, heißt es aus Hamburg. Dagegen reduzierte sich der operative Verlust nach -11 Mio. Euro in 2011 auf nur noch -1 Mio. Euro. Erfreulich ist dabei insbesondere, dass sich das junge Konzept Görtz 17 mit dem Fokus auf hochwertigere Schuhmode gefangen zu haben scheint.















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