Nach dem schleichenden Umsatz- und Gewinneinbruch handelt der hanseatische Schuhfilialist nun flott: In der Hamburger Zentrale erhalten 33 Mitarbeiter in dieser Woche ihre betriebsbedingte Kündigung. Weitere 30 Stellen sollen durch eine natürliche Fluktuation wegfallen.

Görtz Filiale

Görtz geht die Restrukturierung an

Die Ludwig Görtz GmbH lässt nach der Sanierungsankündigung im Juli nun Taten folgen: Am Montagabend verkündete der Schuhfilialist, dass man sich mit den Arbeitnehmervertretern auf einen Interessenausgleich und Sozialplan für die Mitarbeiter der Zentrale geeinigt habe. Insgesamt entfallen am Standort 60 Stellen. 33 Mitarbeiter erhalten in dieser Woche ihre betriebsbedingte Kündigung. Weitere Einspareffekte sollen sich aus einer natürlichen Fluktuation und durch zeitversetzte Lösungen wie Sonderregelungen für den Ruhestand ergeben.

Überdies sollen die leitenden Angestellten der Ludwig Görtz GmbH in Form eines freiwilligen, temporären Gehaltsverzichts „einen nennenswerten Beitrag zur Erreichung der Einsparziele“ leisten, teilte das Hamburger Unternehmen mit.

Im Juli hatte Görtz angekündigt, sein Geschäft sanieren zu müssen. Neben der Verschlankung der Zentralorganisation wurde auch die Schließung von 30 der 260 Standorte, meist Görtz-17-Filialen, beschlossen. Mit der Umsetzung des Restrukturierungsplans soll das Unternehmen wieder zügig in die Gewinnzone zurückgeführt werden.