Gaydoul Group will Filialen verkaufen
Rückzug oder neue Strategie? Das schweizerische Markenkonglomerat (Fogal, Jet Set und Navyboot) will Medienberichten zufolge nicht wenige seiner Filialen im In- und Ausland verkaufen.
Auch der 2011 eröffnete Fogal Flagship-Store in Zürich soll auf Kippe stehen
Die Gaydoul Group soll nach einem Vorabericht des Schweizer Wirtschaftsmagazins „Bilanz“ einen Großteil seiner Jet Set- und Fogal-Standorte verkaufen wollen, um Geld in die Kassen zu spülen. Entsprechende Unterlagen wurden dem Magazin von Maklern zugespielt. Betroffen sollen sechs bis acht von insgesamt zehn Jet Set-Standorten sein. Es sollen lediglich die Läden in den Bergsportorten St. Moritz und Zermatt sowie wahrscheinlich auch die in Zürich und Landquart erhalten bleiben. Als Grund für die Schließungen nannte Unternehmenssprecherin Regina Mittelman, dass die auf luxuriöse Sportswear spezialisierte Lifestyle-Marke in den letzten Saisons wichtige Großhandels-Partner zurückgewonnen hat, so dass die Präsenz an Retailstandorten zurückgefahren werden könne. Aktuell wird Jet Set u.a. von Breuninger in Stuttgart, Strolz in Lech, Ciolina in Bern, Jelmoli in Zürich, Gorsuch in Aspen, Lorenz Bach in Gstaad geführt.
Bei Fogal sollen elf von 29 Standorten geschlossen werden, u.a. auch der Flagship an der Zürcher Bahnhofstraße. Von Unternehmensseite wurde lediglich bestätigt, dass es Schließungen geben wird, nicht aber wie viele. Aktuell befinde man sich in der Prüfung. Grund der Schließungen sei, dass die vor einigen eingeführte Strickkollektion nicht so angenommen werde wie erhofft, so dass eine Reduzierung erfolgen muss. Vor rund drei Jahren war geplant, dass Strick in Zukunft für rund die Hälfte des Umsatzes stehen sollte. Andere Medien spekulierten sogar darüber, dass die gesamte Marke Fogal vor dem Verkauf stünde. Ein entsprechendes Übernahmeangebot soll dem österreichischen Konkurrenten Wolford gemacht worden sein, der sich ja gerade erst wieder solide aufgestellt hat. Nach dem Verkauf der Uhrenmarke Hanhart wäre es nicht die erste Veräußerung für die Gaydoul Group.
Übrigens – neu ist der Sparkurs nicht: Die Marke Navyboot, eigentlich die Cashcow im Unternehmen, hat bereits vor einiger Zeit angekündigt, es im Retailgeschäft selektiver anzugehen, nachdem bekannt wurde, dass die Gruppe sparen muss.
Foto: Fogal (Opening 2011)







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