Final Countdown? Nach Aussagen des Firmenchefs Henning Koopmann muss in den nächsten vier Wochen ein Investor gefunden werden, sonst droht dem Frankfurter Versender endgültig das Aus.

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Henning Koopmann dürfte drei Jahre nach Amtsantritt das Lächeln vergangen sein: Wenn in den nächsten Wochen kein Investor gefunden wird, ist Schluss bei Neckermann

Die Ansage ist klar und unmissverständlich: „Ohne einen Investor ist bei Neckermann.de im Herbst Schluss“, so formulierte es Henning Koopmann gegenüber der Wirtschaftswoche. Das Versandhandelsunternehmen neckermann.de hat die Geschäfte in den letzten Wochen im Rahmen der vorläufigen Insolvenzverwaltung stabilisieren können, allerdings liegen die Zahlen unter den Vorjahreswertes. Positiv habe sich die selbstironische Werbekampagne „Insolvent. Na und?“ ausgewirkt. Bei Lieferanten und Mitarbeitern haben die Sprüche wohl für einiges Unbehagen gesorgt, aber bei den Kunden erzielte sie den gewünschte Effekt. Spritzige Worte allein aber genügen nicht, um den Versender wieder in die Spur zu bringen. Aus eigener Kraft könne der Turnaround nicht gelingen, betonte auch Koopmann. In der Vergangenheit wurde aber immer wieder betont, dass es Interessenten gäbe.

Neckermann.de hatte im Juli Insolvenz anmelden müssen als die Eigentümerin Sun Capital, ein Finanzinvestor aus den USA, kein weiteres Geld für die Restrukturierung aufbringen wollte. Im Zuge der Insolvenzmeldungen brach die Zahl der Bestellungen in den ersten Tagen um mehr als zwei Drittel ein. Zusätzlich kam es zum Auslieferungsstau mit der Post. Mittlerweile aber ziehen die Bestellungen wieder an und liegen momentan nur etwa 13% unter den Werten des Vorjahres.

Foto: obs/neckermann.de