Wer hätte das gedacht: Die für ihre Stilsicherheit bekannten Französinnen geben rund 200 Euro weniger für Kleidung aus als ihre deutschen Nachbarinnen. Die letzten zehn Jahre gingen die Französinnen immer öfter zu Modeketten als in teure Boutiquen.

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Französinnen verlassen sich auf ihr Modegespür und kaufen eher Klassiker als schnelle Trends

Die aktuelle Studie des französischen Modeinstituts IFMLes femmes et la mode – France, Europe 2011” enthüllt Erstaunliches: Während die deutschen Frauen im Jahr 2009 im Durchschnitt 602 Euro für Kleidung ausgaben, ließen sich die Französinnen Mode nur rund 410 Euro kosten und lagen damit auch hinter den Italienerinnen (524 Euro), den Britinnen (495 Euro) und Spanierinnen (431 Euro). Stil scheint also keine Frage des Geldes zu sein…

Das Französinnen bei der Mode auf den Preis achten, war allerdings nicht immer so: Im 10-Jahresvergleich ließ sich feststellen, dass die Französinnen immer häufiger bei großen (und günstigen) Modeketten statt in edlen Boutiquen shoppten. Auch Werbekampagnen hatten zunehmenden Einfluß auf die Kaufentscheidung. Gleichzeitig sind französische Frauen im Vergleich zu deutschen Frauen weniger an den neuesten Trends interessiert, sondern setzen auf Klassiker und erneuerten ihre Garderobe nur entsprechend der Jahreszeiten. Überdies sei es in Deutschland durchschnittlich ein paar Grad kälter, was sich ebenfalls auf das Budget auswirke: Wintermäntel kosten eben ein bisschen mehr als Sommerkleidchen.

Apropos Kleidchen: Kleider sind in den letzten Jahren gefragt wie lange nicht – allein in 2010 wurden in Frankreich knapp 27% mehr Kleider verkauft als im Jahr zuvor, volumenmäßig bedeutete dies ein Anstieg von über 22%. Verlierer waren dagegen Jeans und Hosen, deren Absatz sank. Klassiker sind Oberteile: Im Jahr 2010 kauften die Französinnen insgesamt 114 Mio. T-Shirts.

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