Craig Redman steckt MCM in die Tasche
Die Taschenmarke mit dem Lorbeerzweig orientiert sich nach Fernost – und das nicht nur geschäftlich, sondern auch im Hinblick auf das Design. Der zeitgenössische New Yorker Künstler lanciert die Shanghai Collection.
Craig Redmann verleiht MCM-Taschen maritimes Flair
Zum 35. Jubiläum kooperiert die (ehemals deutsche) Luxus-Taschenmarke mit dem in New York lebenden angesagten Künstler Craig Redman und bringt eine 20-teilige Taschenkollektion mit dem Namen MCM Shanghai Collection heraus.
Bei dem Design der Taschen ließ sich Craigman von der chinesischen Hafenstadt Shanghai inspirieren: mehrfarbige Seilmotive zieren das MCM Cognac Visetos Muster. „Abgesehen von der Schifffahrt-Assoziation und der kulturellen Vielfalt Shanghais, symbolisieren die ineinander geschlungenen Faserbänder für mich das Ineinandergreifen neuer Kulturen und alter Traditionen. Shanghai besitzt den größten Frachtschiffhafen der Welt, so dass das Konzept nun von der Antike bis in unsere moderne Zeit reicht. Für die Umsetzung dieses Konzepts, war es mir wichtig auszuprobieren, inwiefern sich das Bild von straff gespannten Seilen in die Rasterlinien des MCM-Musters integrieren lässt. Manchmal verdeckt das farbenfrohe Seilnetz das Logo, dann wiederum hebt sich das Logo vollständig ab. Dieses Nebeneinander unterstreicht den Gedanken des Zusammenspiels von Neu und Alt“, erklärt der Künstler seine Inspiration.
Die Taschen sind in drei unterschiedlichen Designs erhältlich (Redman pink mit rosafarbender Schlangenoptik, Redman white mit weißem Lederbesatz und Redman man mit marineblauem Besatz. Insgesamt werden 14 weibliche Taschenmodelle und drei Geldbörsen für die Damen und für den Herrn eine Geldbörse, eine Akten- und eine Reisetasche. Auch für die Marke selbst ist China ein wichtiger Markt geworden. Im letzten Januar eröffnete MCM den ersten Flagship-Store in Shanghai. Weitere Geschäftseröffnungen folgten rasch und sind weiterhin vorgesehen.
MCM (das steht für Moderne Creation München) wurde 1976 von Michael Cromer gegründet. Nach dem Boom in den 80er Jahren ging es weit mit der Marke bergab, auch wenn sie in Asien attraktiv blieb. 2005 erwarb Sung-Joo Kim, die frühere Lizenznehmerin für Südkorea und Asien, die ramponierte Marke, die das Image mit Hilfe des ehemaligen Adidas-Designers Michael Michalsky komplett umkrempelte und den Sitz von München nach Zürich verlegte. 2006 gab Kim an, den Umsatz von 100 auf 500 Mio. Euro zu steigern.
Fotos: MCM





Kommentare
Keine Kommentare bisher.