Trotz herausfordernder Marktbedingungen steigert der dänische Modekonzern seinen Umsatz auf mehr als 2,7 Mrd. Euro bei deutlicher Gewinnverbesserung. Darauf ausruhen wollen sich die Nordlichter aber nicht, sondern sich - im Gegenteil - noch mehr anstrengen.

Vero Moda & Co. behaupten sich im schwierigen Umfeld gut. Alle Konzepte erwirtschaften mehr Umsatz und deutlich mehr Gewinn

Vero Moda & Co. behaupten sich im schwierigen Umfeld gut. Alle Konzepte erwirtschaften mehr Umsatz und deutlich mehr Gewinn

Positives Signal für Verkaufsschlager: jack & Jones Denims sind im deutschen Markt extrem beliebt und erfolgreich

Positives Signal für Verkaufsschlager: jack & Jones Denims sind im deutschen Markt extrem beliebt und erfolgreich

Anders Holch Povlsen sieht „positive Signale der Verbesserung“ in seinem Familienkonzern, der hinter Marken wie Jack & Jones, Vila, Vero Moda u.v.m. steht und weltweit mit über 3.000 Filialen präsent ist. Die Bestseller A/S verbuchte im Geschäftsjahr 2013/14 einen Umsatzanstieg von 5% auf 2,7 Mrd. Euro. Aufgrund verschiedener Maßnahmen konnte der Vorsteuergewinn dazu überproportional um 21% auf 228,2 Mio. Euro gesteigert werden. „Es ist unser Kerngeschäft, das im letzten Jahr zu diesen positiven Ergebnissen beigetragen hat. Durch einen stärkeren Fokus auf unser operatives Geschäft und eine noch engere Zusammenarbeit mit unseren Partnern und Kunden haben wir es in dem herausfordernden Umfeld geschafft, zu wachsen und bessere Ergebnisse zu erzielen“, so Povlsen weiter.

Die eingeleiteten Maßnahmen zur Gewinnverbesserung will er auch in den folgenden Monaten fortführen. Den wichtigsten Ansatzpunkt sieht Povlsen weiter in der schnellen und marktrelevanten Produktentwicklung. Dazu zählt auch die jüngst kommunizierte Neuausrichtung von Outfitters Nation. Darüber hinaus spielt die Verknüpfung von On- und Offline-Aktivitäten eine wichtigere Rolle denn je: „Digitale Optionen“ sollen ein gewichtigerer Teil der „Bestseller DNA“ werden, so formuliert es der dänische Kumpelpatriarch. Gleichzeitig schwört er alle Partner  Hersteller und Zulieferer genauso wie Wholesale-Kunden und Franchisenehmer -darauf ein, die „über Jahre geschaffene Einheit“ weiter zu stärken, denn die Zeiten werden nicht einfacher: „Die ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres haben unsere Erwartungen nicht beflügelt, auch wenn wir eine Menge positiver Signale sehen. Wir haben diverse Initiativen gestartet, um den Anschluss zu behalten“, so Povlsen, der trotz aller Widrigkeiten zum bevorstehenden 40-jährigen Firmenjubiläum wahrscheinlich die beste Bilanz aller Zeiten ausweisen kann.

Fokus auf Kopenhagen

Berlin ist für den dänischen Konzern übrigens nicht mehr „The place to be„: Der Konzern hat sich entschieden, wie schon im letzten Sommer, auf eine eigene große Messepräsenz in der deutschen Hauptstadt zu verzichten. Stattdessen will sich die Gruppe auf der Copenhagen Fashion Week stärker engagieren und in Berlin nur einzelne Nischenmarken auf den etablierten Messen vorstellen. Stattdessen sollen alle Linien (bis auf Kidswear und Mamalicious) komprimiert ein eigenes Venue in Kopenhagen vom 28. bis 31. Januar 2015 bespielen.