Drastischer Gewinn-Einbruch für Bestseller
Der dänische Modekonzern, der hinter Marken wie Vero Moda, Jack & Jones oder Only steht, bekommt die Folgen der europäischen Finanzkrise zu spüren. Während der Umsatz leicht nachgibt, sinkt der Vorsteuergewinn um über 48 Prozent.
Bestseller-Markenimperum: Enttäuschende Entwicklung in 2011/12
Der Bestseller-Konzern veröffentlichte in der letzten Woche einige ausgewählte Kennzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr, das am 31. Juli 2012 endete. Schon die Einleitung ließ darauf schließen, dass es sich dabei nicht um das beste Jahr der Firmengeschichte handelte: „Das Geschäftsjahr 2011/12 war von fehlenden Wachstumsimpulsen in einigen Märkten, erhöhten Abschreibungen, außerordentlichen Rückstellungen und erhöhten Investitionen bestimmt.“ In reinen Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Umsatzeinbruch um 5% auf 2.446 Mio. Euro und Rückgang des Vorsteuergewinn um 48% auf 161 Mio. Euro.
Trotz dieser Entwicklungen und den vorherrschenden negativen Markttrend hat sich der Bestseller-Konzern entschlossen, stärker als bisher zu investieren. Investitionen in ein Logistikzentrum in Haderslev, ein neuer Verwaltungskomplex in Aarhus und verschiedene Maßnahmen in der IT-Infrastruktur sollen den Konzern fit für die Zukunft machen, drücken allerdings auch auf das Ergebnis. Darüber hinaus wurde das Store-Netzwerk von 2.800 auf 2.979 Standorte erweitert, was im Vergleich allerdings bei weitem nicht mehr so viele Neueröffnungen waren wie in 2010/11 (450).
Auch für das laufende Jahr erwartet Povlsen nicht, dass man „die gewünschten Wachstumszahlen erreichen wird“, allerdings rechnet er damit, dass sich die Ergebniszahlen verbessern und sich das Verhältnis zwischen Einnahmen und Kosten normalisieren wird.







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