Baur-Gruppe setzt auf Konsolidierung
Baur sucht Wachstum: Nach einem wachstumsstarken Jahr, verbuchte der Versender aus Weismain im Geschäftsjahr 2011/12 wie erwartet nur einen minimalen Umsatzanstieg. Geschäftsführer Marc Opelt hält die Verschnaufpause allerdings für gesund.
Baur macht sich fit für die zunehmend raueren Zeiten im Distanzhandel
Marc Opelt: Die aktuelle Konsolidierungsphase ist gesund
Die Baur-Gruppe, ein Unternehmen der Otto Group, hat im Geschäftsjahr 2011/12 (Stichtag: 29. Februar) einem Außenumsatz vom 616,1 Mio. Euro erreicht. Das sind 7,2 Mio. Euro oder 1,2% mehr als im Vorjahr. Die reinen Handelsaktivitäten (ohne Finanz- und Dienstleistungsaktivitäten) lagen mit 575,3 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresniveau (572,8 Mio. Euro / +0,4%).Für Marc Opelt, Vorsitzender der Geschäftsführung, kommt diese Entwicklung nicht unerwartet. Er schätzt „die aktuelle Konsolidierungsphase“ insbesondere „vor dem Hintergrund des aggressiven Wettbewerbsumfelds“ im Internethandel als gesund ein. Er will die Umsatzverschnaufpause nutzen, „um unsere Strategien zu überarbeiten und uns sicher für die Zukunft aufzustellen.“
Im Hinblick auf die einzelnen Beteiligungen sieht sich die Gruppe gut aufgestellt: Bei der Kernmarke Baur, die den Fokus auf Mode, Schuhe und Wohnen legt, soll eigentlich alles bleiben wie es ist, schließlich hat der Versender „stabil entwickelt“ und zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Der Dienstleister Baur Fulfillment Solutions (BFS), der für den Kundendialog, Warenhandling und Zahlungsmanagement der Gruppe zuständig ist, hat sich aufgrund gestiegener Auftragsvolumnina ebenfalls gut entwickelt. Der Zalando-Clon Mirapodo kann auf ein „massives Wachstum“ zurückblicken. Auch der Schuhversand I’m walking hat nach einem Re-Design und dem Relaunch der Webseite ein erfolgreiches Jahr beendet. Die österreichische Tochter Unito verzeichnete durch die Entwicklung der Eigenmarken und der reaktivierten Marke Quelle Österreich ebenfalls „ein sehr erfreuliches Umsatzwachstum“. Einzig die Kaufwelt Baur in Altenkundstadt entwickelte sich schwächer als erwartet, trotz neuer Shops wie etwa von Betty Barclay. Aktuell werden unternehmensintern verschiedene Handlungsoptionen für das oberfränkische Modekaufhaus geprüft. Im Sommer soll es dann eine Entscheidung geben.
Fotos: Baur







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