adidas-Produkte nicht mehr neben Lebensmitteln
Einmal hin, alles drin – außer Adidas-Schuhe. Der Herzogenauracher Sportausrüster will seine Produkte zukünftig nicht mehr in Lebensmittelläden wie Real verkaufen. Die neue Vertriebsstrategie sieht vor, die Artikel nur noch in spezifischen Umfeldern zu verkaufen.
Das adidas-Image passt nicht zu Lebensmitteln
Der fränkische Sportartikelkonzern adidas hat am Mittwoch bestätigt, dass er zukünftig keine Produkte mehr an die Metro-Warenhaustochter Real ausliefern wird. Hintergrund ist, dass sich adidas mit seinen Kollektionen zielgruppenspezifischer positionieren möchte. In diesem Zusammenhang habe das Unternehmen die Vertriebskanäle europaweit analysiert und kam zu dem Schluss, dass sich der Konzern aus dem Food-Bereich zurückziehen und seine Artikel nur noch im spezifischen Umfeld anbieten werde. Zukünftig soll danach differenziert werden, in welchen Läden adidas-Produkte am besten entwickelt werden können.
Laut dem Branchendienst markt intern soll die Vertriebsneuausrichtung im zweiten Halbjahr 2011 europaweit durchgesetzt werden. Die Warenhauskette Real soll bereits über den Lieferstopp nach der aktuellen Frühjahr/Sommer Kollektion informiert worden sein. Schätzungen zufolge entgehen adidas allein mit der Ausgrenzung von Real Umsätze in siebenstelliger Höhe. Adidas kommentierte diese Berechnungen nicht. Gleichzeitig wurde jedoch darauf hingewiesen, dass Kaufhäuser weiter beliefert werden sollen. Mit der neuen Vertriebsstrategie setzt Adidas verstärkt auf Fachhändler und Sporteinkaufsverbände wie Sport 2000 und Intersport. Gleichzeitig will adidas das eigenen Retailnetzwerk ausbauen – das birgt den Vorteil, dass adidas das Ladenumfeld dem eigenen Image anpassen und höhere Margen einstreichen kann.







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