Beziehungsaus: Geschäftsführer Peter Kappler verlässt die Luxussportmarke der Gaydoul Group mit sofortiger Wirkung. Offensichtlich ist der Abgang nicht ganz ohne Reibereien verlaufen.

ispo 2011_Jet Set Peter Kappler

Peter Kappler bei der Präsentation der neuen Racing Kollektion auf der Ispo 2011

Medienberichten zufolge, hat Jet Set CEO Peter Kappler das Unternehmen verlassen. Das bestätigte ein Sprecher der Gaygoul Group. Die Hintergründe des Abgangs wurden nicht kommentiert.

Die Gaygoul Group (u.a. auch Navyboot, Fogal) hatte sich Anfang 2010 die Mehrheit an dem 1969 gegründeten Luxussport-Label aus St. Moritz gesichert. Kappler blieb Geschäftsführer und Minderheitsaktionär bei Jet Set. Schon damals mutmaßten Branchenkenner, das der Einstieg kein leichtes Geschäft werden würde, denn Jet Set hatte bereits zu dem Zeitpunkt bessere Zeiten erlebt. Während das Unternehmen 1992 noch rund 100 Mio. Franken erlöste, waren es 2010 nur noch rund 20 Mio. Franken. Daher spekulieren Schweizer Medien auch, dass der jetzige Rücktritt Kapplers nicht ganz freiwillig erfolgte, denn das Geschäft wollte – trotz Zuschüssen von Gaygoul – nicht profitabel werden. Die Handelszeitung berichtete sogar von „rechtlichen Auseinandersetzungen“.

Foto: ispo / Messe München