In einer Liga mit Gerry Weber und Hugo Boss! Der Nebenwerte-Index bekommt Fashion-Zulauf durch den Berliner Onlinehändler. Der hatte es kurz nach dem Börsendebüt zunächst nur in den SDAX geschafft

Nettes Paket für den MDAX: Zalando rutscht in den zweitwichtigsten deutschen Index auf

Die Aktie der Zalando SE steigt mit Wirkung zum 22. Juni in den MDAX auf, das teilte heute die Deutsche Börse mit. Zalando übernimmt damit den Platz vom baden-württembergischen Ingenieur-Dienstleister Bertrandt AG, der wieder in den SDAX abrutscht. „Wir freuen uns sehr, dass die Aufnahme in den MDAX so kurz nach dem Börsengang Realität wird. Die Notierung im Segment der 50 wichtigsten deutschen Mid-Caps unterstreicht unsere positive Geschäftsentwicklung und das Interesse an unserer Aktie“, freut sich Rubin Ritter, Mitglied des Zalando-Vorstands.

Zalando ist seit erst seit dem letzten Oktober börsennotiert. Rund zwei Monate nach dem Börsendebüt wurde der Onlinehändler bereits in den Kleinwerte-Index SDAX aufgenommen. Damals schon hatten einige Börsianer erwartet, dass es Zalando in den MDAX schaffe, aber die Deutsche Börse gab damals dem Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich den Vorzug. Auch bei der außerplanmäßigen Anpassung des zweitwichtigsten Indexes der Deutschen Börse im April dieses Jahres zog Zalando gegenüber dem Ticketverkäufer CTS Eventim den Kürzeren und verblieb im SDAX.

Zalandos Wachstumsambitionen sind klar; die aktuelle Entwicklung verläuft glänzend. Europaweit verzeichnete das Unternehmen im ersten Quartal über 15 Mio. aktive Kunden. Im letzten Geschäftsjahr stiegen die Erlöse um knapp 26% auf mehr als 2,2 Mrd. Euro, wobei sich das konzernweite EBIT mit 66 Mio. Euro erstmals seit Bestehen im schwarzen Bereich bewegte. Für das laufende Jahr rechnet der Index-Aufsteiger erneut mit einem Umsatzplus von mindestens 20-25%.