Der österreichische Strumpf- und Bodywear-Hersteller kann im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres ein erfreuliches Umsatzplus von über 8% mitteilen, das vor allem auf das Geschäft mit den eigenen Läden zurückzuführen ist. Mit einem Periodenüberschuss von fast 2 Mio. Euro wurde das Ergebnis mehr als verdoppelt.

Wolford

Es sieht aus, als könne Wolford die Krise endgültig hinter sich lassen

Die Wolford AG konnte ihren Umsatz in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres (1. Mai bis 31. Oktober 2010) um 8,1% auf 74,0 Mio. Euro steigern. Zurückzuführen ist das Plus vor allem auf die eigenen Retailflächen (Boutiquen, Shop-in-Shops und Factory Outlets), die zusammen ein Plus von 16,1% auswiesen. Flächenbereinigt lag das Plus bei 7,7%. Die eigenen Flächen wurden in den vergangenen Monaten stark ausgeweitet. Zum 31. Oktober 2010 verfügte Wolford über ein Netzwerk von 217 Boutiquen, davon 105 eigene und 112 Partnerflächen. Auch der Bereich eCommerce gewann in der Berichtsperiode an Bedeutung. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs der Onlinehandel um 60,2%. Der Umsatzanteil der direkt kontrollierten Distribution (eigene und Partnerflächen sowie Onlinehandel) betrug 59,1% vom Gesamtumsatz.

Regional betrachtet verbuchte die Wolford Gruppe in fast allen Regionen zweistellige Umsatzzuwachsraten. In der Region Asien/Ozeanien konnte das Bregenzer Unternehmen sogar um 37% wachsen. In Deutschland stiegen die Umsätze um nur 5,4%. In Österreich, Frankreich und den Niederlanden waren die Umsätze sogar rückläufig.

Die Ergebniskennzahlen konnten überproportional gesteigert werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) klettert um 20,3% auf 7,1 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis fiel mit 3,2 Mio. Euro rund 55% höher als im Vorjahr aus. Das Periodenergebnis konnte sich von 0,8 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro mehr als verdoppeln.

Aufgrund der positiven Entwicklung konnte die Nettofinanzverschuldung von über 37 Mio. auf 23,5 Mio. Euro reduziert werden, wodurch sich auf die Eigenkapitalquote maßgeblich erhöhte.

Für das zweite Halbjahr gibt sich der Vorstand optimistisch: Weitere Umsatzsteigerungen und Ergebnisverbesserungen gelten als sicher. Neue Produkte und besseres Marketing (dafür holte man eigens Ex-Boss-Chef Baldessarini in den Aufsichtsrat) sowie eine stärkere Marktpenetration, insbesondere im asiatischen Raum, sollen nicht nur in den nächsten Monaten, sondern auch den nächsten Jahren ihre Wirkung zeigen.