Der Voralberger Strumpf- und Wäschekonzern kann den Umsatz im ersten Quartal um über 9 Prozent steigern. Dank frühzeitig eingeleiteter Sparmaßnahmen schrumpfen die roten Zahlen unterm Strich.

Eigene Boutiquen sind mittlerweile eine der wichtigsten Umsatzsäulen der Voralberger

Wolford hat den Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 (1. Mai bis 31. Juli) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,2% auf 29,8 Mio. Euro gesteigert. Damit sieht die Geschäftsführung den positiven Umsatztrend der zweiten Geschäfts-jahreshälfte 2009/10 bestätigt. Über alle Vertriebs-kanäle hinweg verbuchte die Gruppe eine deutliche Nachfragesteigerung. Das Geschäft mit Handels-partnern legte um 3,9% zu. Das eigene Retail-Geschäft, zu dem u.a. 105 eigene Wolford Boutiquen gehören, verbuchte ein Umsatzplus von 13,9%. Der konzernweite Retail-Anteil stieg von 47,1 auf 49,2%. In den Hauptmärkten konnte sich die Strickmarke gut behaupten: Steigerungen von 38,7% in den USA, 28,9% in Spanien und 5,7% in Deutschland hellten die Umsatzstimmung auf. Nur in der Schweiz, Österreich, Frankreich und den Niederlanden mussten Umsatzbußen im einstelligen Bereich hingenommen werden.

Auch das EBITDA verbesserte sich um 66,6% auf minus 0,5 Mio. Euro. Das Periodenergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag mit minus 2,4 Mio. Euro ebenfalls deutlich über dem Vorjahresergebnis (minus 3,3 Mio. Euro). Ganz unterm Strich blieb ein Verlust von 2,5 Mio. Euro stehen – das sind immerhin 23,8% weniger als im Vorjahreszeitraum.

Auch in der Bilanz spiegelt sich der Aufwärtstrend wieder: die Vorräte wurden um 6,9 Mio. Euro reduziert, die Nettofinanzverschuldung sank um 33,8% auf 14,1 Mio. Euro und die Eigenkapitalquote stieg auf über 51%.

Für die nächste Zukunft geht der Vorstandsvorsitzende Holger Dahmen von einer „Umsatzsteigerung sowie einer weiteren Ergebnisverbesserung“ aus. „Neben der Markteinführung neuer Produkte und Maßnahmen zur höheren Marktpenetration“ liegt die strategische Kernaufgabe seiner Meinung nach weiterhin darin, die „Kostenstruktur der Gruppe“ zu optimieren.

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