Der Modehändler aus Herne kann sich dem schlechten Branchentrend nicht entziehen und muss im ersten Halbjahr flächenbereinigt ein Minus verkraften. Unterm Strich kommt ihn die Adler-Übernahme teuer zu stehen, aber die soll sich bald auszahlen.

Steilmann-Boecker kann nur durch Flächenwachstum zulegen

Die Steilmann-Boecker Fashion Point GmbH & Co. KG hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013 einen Umsatz von 31,7 Mio. Euro erlöst und ist damit um 1,7% gewachsen. Hauptfaktor für den leichten Umsatzanstieg war die vergrößerte Verkaufsfläche, denn flächenbereinigt konnte das Unternehmen aus Herne – wie viele andere Händler auch – nur einen Rückgang von 3% verbuchen.

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) betrug rund 0,8 Mio. Euro und lag damit nach dem Erwerb der Anteilsmehrheit an der Adler Modemärkte AG im Rahmen der Planungen. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 1,0 Mio. Euro. Unterm Strich musste Steilmann-Boecker nach einem Verlust von 0,49 Mio. Euro im Vorjahr erneut einen Periodenfehlbetrag in Höhe von -1,7 Mio. Euro ausweisen.

Trotz der eher verhaltenen Entwicklung im ersten Halbjahr blickt das Management  um Dr. Michele Puller „zuversichtlich“ auf die letzten beiden Quartale, in der das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft noch bevor steht. Aus diesem Grund wurde die Prognose, ein Umsatzwachstum und eine positive Ergebnisentwicklung zu erreichen, bekräftigt. Zudem betonte man, dass sich die Übernahme von Adler „im Rahmen der ertragsorientierten Wachstumsstrategie“ noch auszahlen werde. Bereits jetzt hatte sich die eigenkapitalerhöhende Wertentwicklung der Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 7,1 Mio. Euro positiv auf die Bilanz ausgewirkt. Auch die gute Entwicklung des Anleihe-Kurses bestätige, dass der Kapitalmarkt die eingeschlagene Strategie honoriere.