Rien ne va plus, heißt es beim angeschlagenen Münchner Modehaus erst einmal. Bei der letzten Gläubigerversammlung war das Gremium nicht beschlussfähig, weil zu wenige Vertreter da waren. Nun hoffen die Gläubiger auf den nächsten Termin im November.

Düstere Aussichten: Bei Rena Lange sehen viele Gläubiger schwarz

Die am Montag stattgefundene Gläubigerversammlung im Münchner Amtsgericht verlief erfolglos, da die Versammlung aufgrund mangelnder Präsenz einiger Gläubiger nicht beschlussfähig war. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestanwesenheitsquote von 50% des ausstehenden Anleihekapitals wurde nicht erreicht, teilte das Unternehmen mit. Die Wahl eines gemeinsamen Vertreters der Anleihegläubiger scheiterte damit ebenfalls. Für den 17. November soll nun ein zweites Treffen stattfinden, bei dem sich die Gläubiger vertreten lassen können.

Die Rena Lange Holding hatte am 9. September aufgrund mangelnder Liquidität einen Insolvenzantrag auf Eigenverwaltung gestellt. Die operative Tochter M. Lange & Co. GmbH stellte ebenfalls einen Antrag, allerdings auf die Sanierung im Regelverfahren. Weniger als ein Jahr zuvor, im Dezember 2013, hatte Rena Lange eine Anleihe in Höhe von 5,4 Mio. Euro platziert. Mit dem Geld wurde u.a. die Mehrheit des Modelabels St. Emile übernommen, das von der Insolvenz der Holding aktuell nicht betroffen ist. Die Anleihe liegt momentan bei rund 10% ihres Ausgabewertes.