Nachdem Nicolas Berggruen in die Fast-Food-Kette Burger King investiert hat, fordert die Gewerkschaft jetzt, dass er sein Geld lieber in den Warenhauskonzern stecken sollte. Der leidet seit einigen Jahren an „Investitionsstau“ und kann die geplanten Maßnahmen nicht alleine stemmen.

Bei Karstadt herrscht seit Jahren Investitionsstau

Die Gewerkschaft Ver.di fordert ein stärkeres finanzielles Engagement des Millionärs und Karstadt-Eigentümers Nicolas Berggruen. Gegenüber der WAZ-Mediengruppe mahnte der Verdi-Einzelhandelsexperte Johann Rösch an, dass sich die Warenhauskette nicht aus eigenen Mitteln modernisieren könne. „Wenn also Karstadt für Herrn Berggruen eine Herzensangelegenheit ist, wären entsprechende Mittel notwendig und sinnvoll“, sagte Rösch. Die deutschen Arbeitnehmervertreter erhoffen sich von Berggruen klare Zusagen – sowohl für die Angestellten als auch für den Konzern als Ganzes.

Den Anstoß der Kritik gab das neue Investment des Milliardärs an der amerikanischen Fast-Food-Kette Burger King. Berggruens Firma Justice erwarb 29% an der Kette. Wie auch bei Karstadt soll das Angebot der Buletten-Braterei nach seinem Einstieg überarbeitet werden und neue Kunden angesprochen werden, um den Marktanteil zu steigern.