Umsatzrückgang bei Marc Cain
Alles hat ein Ende... Der bislang äußerst erfolgreiche Womenswear-Anbieter muss einen Knick im Wachstumskurs hinnehmen. Statt eines Umsatzzuwachses gibt es einen Rückgang um knapp drei Prozent. Ursächlich ist die Nachfrageschwäche in den GUS-Staaten.
Marc Cain kann seine Kollektionen im wichtigen russischen Markt momentan nur schlecht an die Frau bringen
Marc Cain muss für das Geschäftsjahr 2014 einen Umsatzrückgang von 2,7% auf 246 Mio. Euro verbuchen. Seit 2001 war der Umsatz der Bodelhausener stetig gestiegen und hatte sich nahezu vervierfacht. 2013 wurde mit 253 Mio. Euro (+13%) der höchste Gesamtumsatz der Firmengeschichte erreicht.
Der Rückgang ist zu größten Teilen auf die Rubel-Schwäche und Auslieferungsschwierigkeiten in Russland zurückzuführen. Die ehemaligen GUS-Staaten gelten als eines der wichtigsten Exportmärkte. Marc Cain betreibt in der Region über 42 Stores (davon 34 in Russland). Dazu kommen 28 Depotkunden, 14 Shop-in-Shops sowie weitere 52 Handelspartner. Insgesamt gingen die Orders für die GUS-Staaten um 30% zurück. Dagegen konnte in China, wo Marc Cain mit 27 Stores, 11 Shop-in-Shops sowie 35 Depotkunden präsent ist, ein Plus von 14% erreicht werden. Auch in Kanada und den USA lagen die Orders 54% bzw. 20% über dem Vorjahr. In Europa lief es für Marc Cain dagegen durchwachsen: Nur in Frankreich und Großbritannien konnte ein Plus erzielt werden, die anderen Märkte stagnierten oder schrumpften.
Weltweit betreibt Marc Cain über 179 Stores, 336 Shop-in-Shops und beliefert 367 Depotkunden sowie knapp 580 Fachhandelspartner in 59 Ländern. Dabei sieht das Unternehmen noch Wachstumspotential und will weiter mit eigenen Retail-Flächen expandieren. Ende März wird in Düsseldorf die zweite Airport-Filiale in Deutschland eröffnen.







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