Wer ist der heimliche Verehrer des Karomusters? Ein mysteriöser Investor, der mittlerweile mehr als fünf Prozent am britischen Modehaus hält, lässt den Kurs der Aktie nach oben schnellen. Burberry sondiert Abwehrstrategien.

Bei Burberry hat sich ein "mysteriöser" Investor eingeschlichen. Dessen Pläne sind noch unbekannt

Bei Burberry hat sich ein „mysteriöser“ Investor eingeschlichen. Dessen Pläne sind noch unbekannt

Neues-Fünf-Monatshoch: Die Übernahmespekulationen treiben den Kurs von Burberry nach oben

Aktionäre dürften sich freuen – der Kurs der Burberry-Aktie war infolge der Spekulationen um eine mögliche Übernahme um mehr als 5% gestiegen und damit so hoch wie zuletzt im Oktober 2015. Burberry allerdings versetzte der Kurssprung in Alarmstimmung. Das Unternehmen versuchte herauszufinden, wer in den letzten Wochen über die Bank HSBC ein Aktienpaket mit mehr als 5% aufgebaut hatte, aber die Bank gab die Identität ihres Klienten nicht preis. Diverse Medien spekulieren, dass sich bei dem Anleger entweder um das französische Luxuskonglomerat LVMH oder einen Finanzinvestor handeln könnte, die ein (feindliches) Übernahmeangebot vorbereiten könnten. Das Londoner Modehaus arbeitet bereits mit seinen Finanzberatern an einer Abwehrstrategie gegen die mögliche Übernahme vor, berichtete die Financial Times.

Aber auch wenn es um einen Anleger ohne Übernahmeambitionen handeln sollte, ist die Transaktion ein Weckruf für Burberry. Mit Sicherheit wird ein Mehrheitsaktionär Einfluss auf die Unternehmensstrategie nehmen, die Christopher Bailey, CEO und Creative Director in Personalunion, zuletzt mit zwei aufsehenerregenden Entscheidungen prägte. Bailey hatte Ende letzten Jahres angekündigt, die verschiedenen Linien zusammenzuführen und dann Anfang Februar erklärt, dass Burberry zukünftig auf neue kommerzielle Laufsteg-Events für Endkunden umsatteln werde.