Wolfgang Grupp will zukünftig mit seinem gesamten Privatvermögen für die Schulden seines Unternehmens einstehen. Auch andere Manager sollen so für ihre Entscheidungen haftbar gemacht werden, fordert er. Damit ließen sich nämlich Wirtschaftskrisen und Börsenblasen verhindern.

Es kann doch nicht sein... Trigema-Chef Grupp gibt seine Meinung gern medienwirksam kund

Dass der Trigema-Chef gerne polarisiert, ist ja bekannt. Der ‘Textilunternehmer der Nation’ wird nicht müde zu erklären, wie man den Wirtschaftsstandort Deutschland erhalten kann oder wie der Mindestlohn gestaltet werden sollte. Erst kürzlich wurde er von der Social-Media-Gemeinde wegen seiner (abwertenden) Haltung gegenüber Facebookusern kritisiert. Dies hindert ihn aber nicht daran, nun medienwirksam ein neues Thema anzugehen: Die Verantwortungslosigkeit von Top-Managern ist dem 68-jährigen Vorzeigeunternehmers ein Dorn im Auge. Seiner Meinung nach hätte die Wirtschaftskrise verhindert werden können, wenn Unternehmer und Manager für ihre Entscheidungen persönlich haften hätten müssen. „Es kann doch nicht sein, dass Manager abkassieren, wenn es gut läuft, und sich aus der Verantwortung stehlen können, wenn es schief geht”, sagt er.

Doch statt nur zu reden, geht er jetzt mit gutem Beispiel voran und will künftig mit seinem gesamten Privatvermögen für die Misserfolge seines Unternehmens haften. Dazu will er die Rechtsform der Trigema GmbH & Co. KG ändern. Ab 2011 will er damit als Trigema Inh. W. Grupp e.K. auftreten. Als eingetragener Kaufmann (e.K.) würde er dann für Schulden mit seinem privaten Vermögen einstehen müssen. Ob sich davon andere Manager davon überzeugen lassen – vielleicht sollte man mal Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann fragen, was er von diesem Vorschlag hält.

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