Tom Tailor will in Russland selbst verkaufen
Potential erkannt - Fremddistribution verbannt: Der Hamburger Lifestyle-Konzern nimmt die Vertriebsaktivitäten für den russischen Markt von nun an selbst in die Hand und will so die Weichen für eine offensive Expansionspolitik in dem Land mit den derzeit höchsten Wachstumsraten stellen.
Mit Wirkung zum 1. September 2010 hat Tom Tailor die gesamten Vertriebsaktivitäten in Russland übernommen. Der bisherige Distributionspartner F.D. Lab, der u.a. auch Marc O’Polo vertreibt, ist damit raus. Alle Vertriebsaktivitäten werden jetzt von der Zentrale in Hamburg aus gesteuert. „Russland befindet sich wieder auf dem Wachstumspfad und zählt daher für uns innerhalb unserer Wholesale-Strategie zu den fokussierten Märkten. Der russische Markt für Textilien durchlebt aktuell einen Strukturwandel auf Vertriebsseite und bietet uns daher durch den Direktvertrieb neue Möglichkeiten, unsere Markposition nachhaltig auszubauen und vom Wachstum des russischen Marktes auch in Zukunft zu profitieren“, erklärt Dieter Holzer, Vorstandsvorsitzender der Tom Tailor-Gruppe, den Grund für die veränderte Vertriebsstrategie.
Für den Modekonzern bietet der direkte Vertrieb die Chance, die Marktpräsenz in Russland zu stärken und damit die dynamische Expansion in das Riesenland voranzutreiben. Durch die direkte, kontrollierte Sortimentssteuerung erhofft man sich, die Absatzsicherheit zu erhöhen und die Flächenproduktivität zu steigern. Da die Absatzkanäle direkt gesteuert werden, kann man dank mehr Transparenz viel besser und schneller auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen. Um die Marke in Russland weiter flächendeckend zu etablieren, plant das Unternehmen im Frühjahr 2011 eine eigene Repräsentanz in Moskau zu gründen. Darüber hinaus werden die Lifestyle-Kollektionen künftig in einem Showroom präsentiert, um auch den russischen Wholesale-Markt noch zielgerechter bedienen zu können.
Foto: Tom Tailor






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