Als ob der Abercrombie & Fitch Konzern nicht schon genügend Sorgen wegen der eigenen Geschäftsentwicklung hätte – nun machten ihm auch noch stillende Ami-Mütter das Leben schwer – und der Gesetzgeber gibt ihnen recht.

Surfer-Klamotten und Milk-to-go

Eigentlich kam die Schlagzeile schon vor dem Berliner Fashion Week-Trubel auf und ist dann wieder darin untergegangen… aber nicht ganz in Vergessenheit geraten. Für Hollister hat das Jahr 2013 gar nicht gut angefangen und muss sich seitdem mit stillenden Müttern und deren Unterstützern rumschlagen – nicht in einem Shit-Storm, aber ein Still-Storm…

In den USA ist Stillen in der Öffentlichkeit in 45 Staaten ein gesetzlich verbrieftes Recht. Ein Hollister-Store-Manager in Houston, Texas wusste es nicht besser (wollte es nicht besser wissen) und er verwies die stillende Mutter nicht einmal des Ladens selbst, aber dem öffentlichen Raum davor. Leider kalkulierte er nicht ihren medienwirksamen Widerstand ein, denn kurz nachdem die sich öffentlich beschwerte, fand sie ähnlich Diskreditierte und es begann der landesweite Still-Alarm der „Lactivisten“-Mütter vor Hollister-Läden, dem Unternehmenssitz und auf Facebook. Es gibt mittlerweile zahlreiche US-Webseiten, in denen Mütter mit wortwörtlich stolz geschwollener Brust und ihren Babys vor Hollister-Stores zeigen.

Gerade für Hollister, die eigentlich das coole Surfer-Image vermitteln wollen, dürfte die Aktion mit so viel Medienöffentlichkeit eigentlich genau das Gegenteil erreicht haben, jetzt wo stillende Mütter sich vor den Stores platzierten.

Foto: via huffingtonpost