Es gibt Kaufhäuser und Modehäuser – und es gibt Ludwig Beck. Das Kaufhaus der Sinne erfüllt sein Mission Statement und kann erneut ein filialbereinigtes Umsatzplus verbuchen. Das Ergebnis vor Steuern verbessert sich sogar im zweistelligen Bereich.

Mit dem Stammhaus erzielt Ludwig Beck rund 95% des Umsatzes

Die Ludwig Beck Vorstände Dieter Münch und Christian Greiner sind optimistisch für 2012

Im Jahr 2011 hat die Ludwig Beck AG einen Bruttoumsatz von 103,3 Mio. Euro verbucht. Damit lag der Umsatz zwar unter dem Vorjahreswert von 107,2 Mio. Euro, allerdings hatte das Unternehmen einige Standorte geschlossen, so dass filialbereinigt ein Plus von 1,7% erreicht wurde. Das war zwar weniger als vor einem Jahr prognostiziert, aber besser als der Branchendurchschnitt. Das Stammhaus am Münchner Marienplatz verzeichnete ein überproportionales Plus von 2,3% und schnitt damit deutlich besser ab als die Branche, die in 2010 wegen der Euro-Krise und dem mäßigen Wetter nur ein Pari verbuchte. Das Management führt die positive Entwicklung auf die seit Jahren umgesetzte Strategie des Trading Up.

Während das operative Ergebnis aufgrund erhöhter Marketingaufwendungen zum 150. Jubiliäum des Traditionshauses ebenfalls leicht von 13,7 auf 12,9 Mio. Euro sank, übertraf das Ergebnis vor Steuern (EBT) mit 11,3 Mio. Euro das Vorjahresergebnis um knapp 14%. Der Konzernüberschuss belief sich auf 8,8 Mio. Euro und lag sogar 36% über dem Vorjahreswert. Aus diesem Grund erhöht sich die Dividende um 10 Cent auf insgesamt 0,45 Euro je Aktie.

Für das laufende Geschäftsjahr gehen die Vorstände Christian Greiner und Dieter Münch von einem Umsatzwachstum zwischen 2 und 3% aus und einem EBT zwischen 10 und 12 Mio. Euro. „Auch in 2012 wollen wir starke Impulse setzen und somit an die hervorragenden Ergebnisse der letzten Jahre anknüpfen. Neues Spiel, Neue Chancen, Neue Rekorde, das ist unser Motto“, gibt sich Finanzvorstand Münch optimistisch.

Fotos: Ludwig Beck AG