Schmutzige Wäsche bei NKD?
Noch mehr Probleme: Der Bindlacher Textildiscounter hadert nicht nur mit seiner eigenen Zukunft, sondern hat jetzt auch die Staatsanwaltschaft im Haus. Die ermittelt gegen den früheren Geschäftsführer wegen Untreue in Millionenhöhe.
Alles andere als eitel Sonnenschein: Hinter den Kulissen ermittelt die Staatsanwaltschaft
Am vergangenen Mittwoch durchsuchte die Staatsanwaltschaft Hof in einer Großrazzia deutschlandweit die Geschäftsräume des oberfränkischen Textildiscounters NKD sowie einige Privatwohnungen. Die Behörden ermitteln gegen den früheren Geschäftsführer wegen des Verdachts der Untreue. Der Manager soll nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen über 3,7 Mio. Euro aus dem Unternehmen über Firmenkonten in Asien aus dem Unternehmen auf die v0rmalige Geldwäsche-Insel Zypern geschafft haben. Der Hauptverantwortliche befinde sich aktuell in Untersuchungshaft. Es würde auch gegen weitere Personen im Unternehmen ermittelt, bestätigte die Staatsanwaltschaft, die nun auch umfangreiche Ermittlungen im Ausland anstoßen werde.
Von NKD selbst und der NKD-Interimsgeschäftsführung gab es zu den Vorfällen keine Stellungnahme, allerdings bestätigte die Pressestelle, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Personen, die in Zusammenhang mit NKD stehen oder standen, eingeleitet hat, dass aber gegen NKD selbst nicht ermittelt wird.
Damit dramatisiert sich die Lage des angeschlagenen Textildiscounters weiter. Erst Ende Juni wurde mitgeteilt, dass es in der Vergangenheit eine Reihe von Strategie- und Managementfehler gegeben hätte und der Eigentümer, die Textigruppe Daun & Cie., das Unternehemn an einen anderen Investor veräußern will.
Foto: NKD







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