Nach Führungswechsel folgt Eigentümerwechsel: Die hinter dem oberfränkischen Textildiscounter stehende Daun & Cien. AG will ihre Beteiligung aufgeben. Erste Gespräche mit potentiellen Investoren sollen bereits laufen.

NKD sucht Käufer

NKD sucht Käufer

Der Bindlacher Textildiscounter NKD, der im mit knapp 2.000 Filialen in Europa, schwerpunktmäßig im deutschsprachigen Raum, vertreten ist, steht zum Verkauf. Die im niedersächsischen Rastede sitzende Daun & Cie. Aktiengesellschaft, die seit 2003 an dem Filialisten beteiligt ist, will sich zurückziehen und neuen Eigentümern das Feld überlassen. Es hätten bereits einige Investoren Intersse angemeldet. Zu möglichen Namen oder Kaufpreisvorstellungen wurden keine Angaben gemacht.

NKD passe laut offiziellem Statement nicht zum Firmenportfolio, das schwerpunktmäßig auf die Textilproduktion und –veredelung ausgerichtet sei. Außerdem hat sich NKD in der letzten Zeit nicht so entwickelt, wie es sich die niedersächsische Beteiligungsgesellschaft gewünscht hätte. Insbesondere der starke Expansionskurs in den letzten anderthalb Jahren hätte dem Unternehmen geschadet, so dass der Textildiscounter momentan so nicht profitabel wachsen könne. Im Grunde sei das Unternehmen allerdings gesundes Unternehmen in einem attraktiven Markt, das mit der richtigen Strategie langfristig erfolgreich sein könne. Das vergangene Geschäftsjahr sei trotz der Krise erfolgreich verlaufen. Umstrukturierungen müsse das Unternehmen aktuell nicht befürchten, heißt es.

Im Frühjahr dieses Jahres wurden die Geschäftsführer Michael Krause und Uwe Kantelhardt wegen „unterschiedlicher Auffassungen über den weiteren Expansionskurs“ abgesetzt und durch die Sanierungsexperten Ralf Schmitz und Stephan Maas (von der Unternehmensberatung Ziems & Partner) ersetzt. Sie sollten prüfen, ob der eingeschlagene Expansionskurs fortgeführt werden soll – und sind offenbar zu dem Schluss gekommen, dass eine Expansionspause ratsam wäre.

Foto: NKD