Schiesser: Feinripp ohne Joop
Das Aus kommt bevor es überhaupt richtig losgegangen ist. Der erst kürzlich aus der Insolvenz entlassene Wäschehersteller wird doch nicht mit dem Designer Wolfgang Joop zusammenarbeiten. Das Unternehmen fühlt sich auch ohne dessen Hilfe gut genug aufgestellt.
Qualität setzt sich durch: Schiesser kann auch ohne kreative Unterstützung von Wolfgang Joop
Feinripp-Couture à la Wolfgang Joop – daraus wird nun doch nichts. Die seit Monaten im Gespräch stehende Zusammenarbeit des Designers und des Wäscheherstellers Schiesser wurde im „beiderseitigen Einvernehmen“ für beendet erklärt worden, bevor es überhaupt losgehen konnte.
Schiesser hatte in den letzten Monaten mit Wolfgang Joop besprochen, wie seine kreative Mitwirkung die modische (Neu-) Ausrichtung der Marke unterstützen könnte. Inzwischen fühlt sich der Wäschehersteller aber auch ohne Joops Hilfe gut aufgestellt. Der neue Markenauftritt und die Weiterentwicklung der Kollektionen sind inzwischen so weit abgeschlossen, dass es für eine Zusammenarbeit „zu wenig Spielräume“ gäbe, erklärte Schießer-Vorstandssprecher Rudolf Bündgen.
Bündgen erklärte weiter, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen beim Handel auf eine „äußerst positive Resonanz“ stießen. Schiesser sei es gelungen, die Stärken der Marke zu bewahren und ihr gleichzeitig aber neuen Schwung zu verleihen. Damit wolle man weitermachen und so den Weg an die Börse ebnen.
Schiesser hatte im Februar 2009 Insolvenz anmelden müssen. Eine Restrukturierung mit der Streichung von 400 Jobs und der Eröffnung eines Firmen-Outlets auf dem Werksgelände in Randolfzell führte das Unternehmen zurück in die schwarzen Zahlen. Anfang 2011 wurde das Kapitel Insolvenz dann endgültig und offiziell für beendet erklärt.
Foto: Schiesser







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