Reiner Pichler wird neuer Calida-CEO
Neuer Mann an der Spitze! Felix Sulzberger zieht sich (offenbar nicht ganz freiwillig) aus dem schweizerischen Modekonzern zurück. Seinem Nachfolger traut der Aufsichtsrat einiges zu.
14 Jahre lang hatte Felix Sulzberger den schweizerischen Wäschekonzern Calida geführt. Nun tritt er ab und hinterlässt einen Konzern, der mittlerweile weitaus mehr als Wäsche macht. Und obwohl die Gruppe gar nicht mal so schlecht darsteht, war es Zeit für einen Führungswechsel. Laut Mitteilung hat es Meinungsverschiedenheiten zwischen Sulzberger, dem Verwaltungsrat und dem Hauptaktionär (wohl der Gründerfamilie Kellenberger, die über 34% hält) gegeben. Die Geschäfte der Gruppe soll zukünftig Reiner Pichler als neuer CEO führen. Der 53-Jährige wird den Chefsessel zum April 2016 übernehmen, Sulzberger hat sich bereit erklärt, sein Nachfolger in die Funktion einzuführen, um eine ordnungsgemäße Übergabe der operativen Führung sicherzustellen. Auf Pichler ruhen nun große Hoffnungen: „Der Branchenprofi bringt umfassendes Know-How und die notwendige Erfahrung mit, um die Calida Gruppe (…) in herausfordernden Märkten erfolgreich in die Zukunft zu führen“, sagte Verwaltungsratspräsident Dr. Thomas Lustenberger. Pichler war zuletzt CEO des deutschen Modekonzern s.Oliver und davor langjähriger CEO der Holy Fashion Group (Strellson, windsor., Joop!).
Mit Sulzberger geht auch ein Teil der Calida-DNA. Als er 2001 zum CEO ernannt wurde, übernahm er ein „Unternehmen in einer schwierigen Situation“. Das entwickelte er mit einigem Selbstbewusstsein von einem schweizerischen Produktionsbetrieb zu einer internationalen Bekleidungsgruppe, bescheinigt ihm Verwaltungsratspräsident Lustenberger. Neben Calida gehören heute auch die französische Wäschemarke Aubade und die Outdoor-Marken Millet, Eider und Lafuma, die Sportswearmarke Oxbow und Campingmöbelsparte Lafuma Furniture zum Portfolio. „Heute ist die Gruppe mit einer konsequenten Mehrmarken- und Multichannelstrategie sowie einer starken Führungsstruktur gut im Markt positioniert. Felix Sulzberger hat einen herausragenden Job gemacht“, erklärte Lustenberger weiter – ließ aber die sonst an dieser Stelle übliche Dankes-Formel weg.








Der Name Sulzberger ist längst ein Synonym für „beratungsresistent“ der gröberen Art geworden.
Mal schauen was der Meister R. Pichler gleich wieder „abstösst oder verschenkt“ im Sportumfeld.
Da kommt echt eine MAMMUT – Aufgabe auf ihn zu ab Frühjahr.
MfG / Ex-Joop!er