Der Billig-Filialist aus Irland kann im dritten Quartal trotz eher schwieriger Bedingungen in Großbritannien Umsatzzuwächse verzeichnen. Höhere Produktionskosten werden ohne Preisanpassungen hingenommen – zu Gunsten der Marktposition.

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Primark wächst zwar, muss aber auch niedrigere Margen verdauen

Primark, die irländische Fashion-Billigkette, vermeldet für das dritte Quartal (März bis Juni) ein Umsatzplus von 15%, das sowohl auf flächenbereinigte Zuwächse sowie neuen Filialen zurückzuführen ist – und das trotz der derzeit eher zurückhaltender Nachfrage der britischen und irischen Konsumenten. Dahingegen lief es in Kontinentaleuropa, wo die Kette nach und nach ihr Netz ausrollt, weiter auf hohem Niveau. In den ersten neun Monaten konnte Primark um durchschnittlich 13% wachsen. Am Stichtag (25. Juni) verfügte Primark über 220 Stores mit einer Gesamtfläche von rund 666.000 Quadratmetern. Zu schaffen machen der Kette die höheren Kosten bspw. aufgrund gestiegener Baumwollpreise und die Anhebung der Mehrwertsteuer in Großbritannien. Wie bereits angekündigt, nimmt die Konzernmutter ABF sinkende Margen in Kauf, um Primarks Ruf als Preis-Leistungsführer in der schwierigen Situation im Heimatmarkt nicht zu gefährden. Wie hoch diese Einbußen konkret ausfallen, veröffentlicht ABF (noch) nicht. Gleichzeitig wird die Expansion auf den Kontinent vorangetrieben: in Hannover eröffnet voraussichtlich im Oktober ein weiterer Primark Store, 2012 sollen in einem Einkaufszentrum bei Wien und im Innsbrucker Sillpark und in Berlin ebenfalls weitere Stores eröffnen. Foto: Primark