Viel „Man“Power in der Fortezza das Basso: Bei der Florentiner Menswear-Messe war von der Krise in der italienischen Modeindustrie wenig zu spüren. Wie erwartet kamen weniger italienische Händler, dagegen stieg die Zahl der ausländischen Besucher.

Pitti Uomo 82_M. Michelsanti

In der Hitze des Gefechts: Viele Besucher fanden sich ein, um die Kollektionen für die Saison F/S 2013 in Augenschein zu nehmen

Pitti Uomo_AndreaPompilio

Die Show von Andrea Pompilio machte Lust auf den nächsten Sommer

Vom 19. bis 22. Juni drehte sich alles in Sachen Menswear wieder um Florenz, wo in diesem Sommer die 82. Ausgabe der Pitti Uomo statt fand. Wie die Organisatoren mitteilten, fanden sich insgesamt mehr als 32.000 Besucher auf dem Messegelände der Fortezza da Basso ein. Von 17.800 Käufern kamen rund 10.400 aus Italien. Das waren wie erwartet weniger als im Vorjahr (-16%), was auf die Krise im Land zurückgeführt werden kann, die auch großen und etablierten Häusern zu schaffen macht. Hingegen konnten die Zahl der ausländischen Besucher um fast 8% auf 7.400 gesteigert werden. Darunter eine große Schar deutscher (911 ), japanischer (874), britischer (560), spanischer (556), chinesischer und französischer Einkäufer. Bei den Japanern wurde ein Anstieg von 30%, von Russen um 30%, bei den Amerikanern um 10% und bei den türkischen Händlern um 12% erreicht. Aber auch Wachstumsmärkte wie Brasilien, Südafrika, Mexiko wurden verstärkt gesichtet.

„Wir sind zufrieden mit diesen Tagen auf der Fortezza da Basso“, erklärte Raffaello Napoleone sagt, CEO der Messeorganisation Pitti Immagine, und ergänzt, dass viele Einkäufer und Journalisten begeistert auf die präsentierten Kollektionen reagiert haben. Insgesamt wertet er die 82. Ausgabe als Erfolg, insbesondere weil sie nicht nur dem italienischen Modesektor sondern auch der internationalen Fashion-Community, neue Energie und Dynamik vermitteln konnte.

Insgesamt bespielten 1.065 Kollektionen, davon 390 aus dem Ausland, eine Fläche von 59.000 Quadratmetern. In der Tat waren die Kollektionen farbenfroh und optimistisch, innovative Linienführungen und neue Technologien setzten Akzente. Neben den kreativen Events sollten die Shows von Stone Island anlässlich des 30-jährigen Jubiläums, von G-Star Raw, des französischen Labels Carven und des Designers Andrea Pompilio erwähnt werden.

Foto: via Pitti Immagine /M. Michelsanti / G. Giannoni