Während auf Ausstellerseite bei der 81. Ausgabe der Florentiner Menswear-Messe einige wichtige Neuzugänge oder Wiederkehrer zu entdecken waren, freuten sich die Veranstalter auch über reges Publikumsinteresse aus Deutschland, Japan, USA und China.

Die Pitti Uomo bleibt Weltklasse und war auch in diesem Januar gut besucht

Viele Einkäufer aus Übersee und Nord- und Mitteleuropa federten den Einkäuferschwund aus dem eigenen Land ab

Vom 10. bis 13. Januar 2012 drehte sich in Florenz alles um Menswear. Die Pitti Uomo wurde mit ihrer 81. Ausgabe ihrem Anspruch gerecht, die weltweit wichtigste Menswear-Messe zu sein. Wie im Vorjahr kamen rund 30.000 Fachbesucher auf das Gelände der Fortezza da Basso, wo auf 59.000 Quadratmetern über 1.072 Kollektionen (davon 411 aus dem Ausland) aus dem Segment präsentiert wurden. Neben 13.600 italienischen Einkäufern, interessierten sich 7.400 Einkäufer aus dem Ausland für die neuen Kollektionen. Insbesondere aus Deutschland (834 Einkäufer), Japan (766), Großbritannien (573), den USA (201), China (391), Südkorea und der Türkei stieg das Interesse, wohingegen die Nachfrage aus den Euro-Krisenländern Spanien, Griechenland und Portugal wie erwartet sank. Was aber verschmerzbar ist, findet Raffaello Napoleone, CEO der Pitti Immagine, da jeder Einkäufer aus Übersee oder den nord- oder mitteleuropäischen Ländern aufgrund ihrer internationalen Multiplikatorenfunktion „Gold wert ist“, was sich somit wieder positiv für die Pitti und Mode „Made in Italy“ auszahlt. Der Rückgang der Nachfrage aus dem eigenen Land um minus 10% sei daher zu verkraften. Allerdings bleibt Napoleone auch Realist und will die Situation im eigenen Land nicht beschönigen: „Die Kauflust ist ganz unten, die Händler finden es schwierig und sind oft gezwungen Zahlungen aufzuschieben – und manche müssen sogar ganz schließen. Wie auch immer, viele der Einkäufer kamen dennoch zur Pitti, um neue Ideen zu entdecken und ihren Enthusiasmus wieder zu entfachen.“

 

Auch als Hersteller kommt man der Pitti Uomo nicht vorbei: Unter den Ausstellern fanden sich zahlreiche Neuzugängen und Wiederkehrer, u.a. McQAlexander McQueen, Nigel Cabourn, Valentino oder Napapijri. „Pitti ist eine hoch angesehenene Plattform für den internationalen sowie italienischen Markt: Wir sind überzeugt, dass wir auch in den kommenden Saisons dabei sein werden”, erklärte etwa Bruno Pfalzgraf, der Wholesale-Director von Façonnable.