... beziehungsweise wohl eher in Breite, denn wie es aussieht, kann der Modefilialist sein Haus um das benachbarte Baedekerhaus erweitern. Die Denkmalbehörde soll sich nicht weiter querstellen.

P&C Essen strebt die Angliederung des benachbarten Baedeckerhauses an

Seit Thalia im Herbst 2012 das Baedeckerhaus in der Kettwiger Straße von Essen geräumt hat, stand es leer. Peek & Cloppenburg Düsseldorf hatte sich zwar darum bemüht, das Haus an seine Filiale anzugliedern, jedoch hatten das Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege und das Amt für Denkmalpflege im Rheinland Bedenken hinsichtlich des geplanten Umbaus. Das 1927 errichtete sechsgeschossige Baedeckerhaus ist wegen seiner Fassade und seiner Monumentalität architektonisch schützenswert. Der Umbau, wie P&C ihn plant, sah eine Absenkung des Erdgeschosses vor, um einen ebenerdigen Übergang der beiden Häuser zu ermöglichen. Das hätte zur Folge, dass die Fassade zwar erhalten bliebe, der Haupteingang jedoch nicht mehr nutzbar wäre und die Innenstruktur verändert werden müsste. Ein historisches Nebentreppenhaus müsste abgerissen werden.

Die verschiedenen Behörden sehen den Eingriff zwar nach wie kritisch, halten ihn aber für vertretbar, schließlich soll der Leerstand endlich ein Ende haben. Daher haben sie sich für die Zustimmung des vorliegenden Bauantrags entschlossen, teilte die Stadt Essen mit. P&C hat seine Essener Filiale 2001 eröffnet. Das dortige Weltstadthaus, das von den Architekten RKW umgebaut wurde, hat eine Verkaufsfläche von 10.800 Quadratmetern. Geht der Bauantrag für die Erweiterung durch, kann P&C seine Filiale um 1.500 Quadratmeter erweitern. Der Kettwiger Straße wird die Neuerung sicherlich gut tun.

Foto: P&C Düsseldorf