Beim Düsseldorfer Multi-Brand-Filialist scheint einiges im Argen zu liegen. Nach mehreren abgetretenen Managern folgt jetzt der nächste Schlag. Das Bundeskartellamt durchsuchte die Geschäftsräume.

Außen hui, innen… Hinter den Kulissen von Peek & Cloppenburg scheint etwas im Argen zu liegen

Am Mittwochvormittag durchsuchten Mitarbeiter des Bundeskartellamtes die Zentrale von Peek & Cloppenburg Düsseldorf (P&C). Es ging um den Verdacht auf kartellrechtswidrige Preisabsprachen. Konkret soll P&C eine „vertikale Preisbindung“ mit einem oder mehreren Lieferanten eingegangen sein. Das Unternehmen äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.

Management-Riege bricht weg

Auch sonst kursieren einige nicht gerade schmeichelhafte Gerüchte über den Düsseldorfer Modefilialisten. Im Management, insbesondere in der ersten und zweiten Führungsebene, herrscht eine recht hohe Fluktuation. Nach dem Abgang von Finanzchef Wolfgang Sauerzapf, Online-Chef Christian Meerman und Marketing-Leiter Christian Hupertz, verabschiedeten sich jüngst auch der Konzernstratege Richard Federowski. Der Grund für die häufigen Wechsel soll – glaubt man Medienberichten – in einer Person zu finden sein: P&C-Chef Patrick Cloppenburg hat offenbar kein gutes Händchen für Personalführung. Sein Führungs- und Entscheidungsstil wird als „demotivierend“ beschrieben.

Richtigstellung: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, dass auch Oliver Bach, Mitglied der Unternehmensleitung der Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf und verantwortlich für die Bereiche Finanzen, Rechnungswesen, Controlling und Revision, das Unternehmen verlassen hätte. Das ist nicht korrekt und wurde daher korrigiert.