Zurück auf der Erfolgsstraße! Die Modemarke bleibt auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens erhalten. Via Appia hat die Markenrechte gekauft und plant, weitere Kollektionen herauszubringen.

Passport lebt weiter – unter dem Dach von Via Appia

Für den Münchner Strick- und Shirtspezialisten Via Appia Mode GmbH, der bereits vier Marken (Via Appia, Via Appia Due, Miss Via und frapp) unter einem Dach vereint und sich in letzter Vergangenheit stärker in Richtung Komplettanbieter für Anschlussgrößen entwickelte, ist Passport eine gute Ergänzung. Passports Stärke liegt ganz klar im Bereich Strick und richtet sich mit einem Größenspektrum von 34 bis 46 an junge und junggebliebene Kundinnen. „Via Appia wird unter dem Namen Passport weitere Kollektionen herauszubringen. Bereits im Februar lagen für die kommende Herbst-/Winterkollektion von Passport Orders in Höhe mehrerer Millionen Euro vor“, teilte die Kanzlei Schultze-Braun am Freitag mit. Via Appia verfügt über ein gutes Vertriebsnetzwerk: Das Unternehmen ist in 15 Ländern aktiv und weltweit in rund 2.400 Einzelhandelsgeschäften vertreten. Hinzu kommen Concession Stores und Shop-in-Shops auf den Verkaufsflächen von Handelspartnern sowie ein Marken-Onlineshop.

Nach 38 Jahren hatte Passport seinen Betrieb Ende März dieses Jahres eingestellt. Das Unternehmen hatte seinen Geschäftsbetrieb über ein Jahr aufrechterhalten und die letzten beiden Kollektionen (H/W15 und SS16) vertragsgemäß ausgeliefert. Die geplante Restrukturierung mittels Insolvenzplan führte letztlich nicht zum Erfolg. Die Investorengruppe um Passport-Geschäftsführer Frank Gouder hätte nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens keine ausreichende Umlauffinanzierung zur Verfügung gestanden, parallel hatten andere Investoren ihre Interessenbekundungen zurückgezogen.