Onlineshopping nicht zu bremsen
Der Bundesverband des deutschen Versandhandels (bvh) hat die ersten Umsatzzahlen für das Jahr 2013 veröffentlicht. Für den Online- und Versandhandel zeigt sich im ersten Quartal eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, insbesondere Mode profitiert.
Onlinehandel im Textil- und Bekleidungsbereich boomt weiter
Die Vorabergebnisse der ganzjährigen Studie „Interaktiver Handel Deutschland“ geben Grund zur Freude – zumindest für Distanzhändler. Von Januar 2013 bis März 2013 erzielte der Interaktive Handel einen Umsatz von 10,684 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 19,4% gegenüber dem ersten Quartal 2012.
Allein der Onlinehandel hatte mit 8,707 Mrd. Euro einen beachtlichen Anteil von 81,5% am Gesamtumsatz im ersten Quartal. Die Steigerung im Vergleich zu 2012 ist hier besonders eklatant: Wurden von Januar 2012 bis März 2012 noch 6,34 Mrd. Euro online erzielt, so liegt nun ein Plus von 37,3% vor. Damit erhöhte sich der Anteil des eCommerce am Umsatz insgesamt um 10,7 Prozentpunkte (2012 noch 70,8%).
Stärkstes Segment im Handel per Versand und Internet ist dabei mit großem Abstand der Bekleidungs- und Textilsektor, eingeschlossen Schuhe. Mit einem Umsatz von 3,281 Mrd. Euro ist eine Steigerung um 2,5% zu 2012 zu beobachten. Es folgen die Medien Bücher, Bild- und Tonträger (1,989 Mrd. Euro). Der Einkauf von Unterhaltungselektronik ging zwar leicht zurück, rangiert aber mit 939 Mio. Euro immer noch unter den Top Drei. Es folgen Haushaltsgeräte und Kleinartikel (664 Mio. Euro), noch vor Freizeit- und Hobbyartikeln (390 Mio Euro).
Eine Überraschung gab es bei der demographischen Verteilung im e-Commerce: vor allem die älteren Konsumenten der über 60-Jährigen haben das Onlineshopping für sich entdeckt. Für die Altersgruppe lässt sich das stärkste Wachstum mit einem Plus von fast 20 Prozentpunkten feststellen. Dabei wird am liebsten über mobile Geräte und Apps geshoppt. Ein Zeugnis dafür, dass die Vorbehalte der internetferneren Zielgruppen langsam schwinden.
Erstmals führt der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) die Studie mit der GIM-Gesellschaft für innovative Marktforschung und in Kooperation mit dem Onlinehandelsexperten ChannelAdvisor durch. Die Zahl der Befragten stieg von 30.000 auf 40.000 Personen. Zudem wurde die Erhebung nicht mehr nur rein telefonisch, sondern zu 50% per Onlinefragebogen durchgeführt. Durch eine feinere Differenzierung der Verkaufskanäle soll deutlicher erfassbar werden, wo genau der Umsatz erwirtschaftet wird. Das neue Design verspricht repräsentativere Zahlen und damit eine präzisere Aussagekraft der Studie. Das Endergebnis liegt Anfang 2014 nach Abschluss der Umfrage vor.
Foto: istock/© PashaIgnatov















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