Middelhoff bekam Millionen-Abschiedspaket
Wenn ein Manager einen Konzern erfolgreich führt und dann das Unternehmen verlässt, dann wird ihm normalerweise eine Abfindung gezahlt. Wenn der Manager das Unternehmen aber schlecht leitet und sogar in die Insolvenz führt, hat er eigentlich gar nichts verdient. Die Bilanz des Ex-Arcandor-Chefs war desaströs und trotzdem hat er sich seinen Abgang schön versüßen lassen. Obwohl der Arcandor-Konzern nur vier Monate nach Middelhoffs Abschied im Februar 2009 Insolvenz anmelden musste, wurde noch ein teures Abschiedsgeschenk gebastelt. Nach Informationen der Wirtschaftswoche soll Middelhoff für die Monate Oktober 2008 bis Februar 2009 eine anteiligen Bonus in Höhe von 533.333 Euro erhalten und zusätzlich eine Abfindung von über 1,5 Mio. Euro als „Ausgleich für den sozialen Besitzstand“. Außerdem wurde eine Fortzahlung der Bezüge für 12 Monate im Wert von ca. 2 Mio. Euro vereinbart. Obendrein gab es für die Wettbewerbssperre eine Karenzentschädigung im Wert 1,128 Mio. Euro. Middelhoff’s Anwalt teilte mit, dass sein Mandant die Regelungen für „angemessen“ gehalten habe und nicht von einer Insolvenz ausgegangen sei, sonst hätte er damals keine Bereitschaft gezeigt, einzelne Zahlungstermine in die Zukunft zu verlegen. Einen Teil seiner Ansprüche dürfte Middelhoff tatsächlich durch die Insolvenz verloren haben. Zudem ermitteln die Staatsanwaltschaften Köln und Bochum derzeit gegen ihn wegen des Verdachts der Untreue.








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