Michael Kors will an die Börse
Vom Catwalk auf's Börsenparkett: Das New Yorker Modehaus plant den Gang an die Börse. Es wäre seit langer Zeit der erste IPO eines amerikanischen Designers, aber es könnte sich lohnen: Aktuell wird das Unternehmen mit über 3,4 Mrd. US-Dollar bewertet.
Michael Kors will sein florierendes Business an die Börse bringen
Das in den 80er Jahren vom Designer Michael Kors gegründete Modehaus schielt in Richtung Wallstreet. Die Michael Kors Holding Ltd. will rund 41,7 Millionen Aktien für 17 bis 19 Dollar je Aktie an die New Yorker Börse bringen. Damit würden 22% des Gesamtkapitals für über 792 Mio. US-Dollar an der Börse platziert werden. Dies entspräche einem Unternehmenswert von über 3,4 bis 3,6 Mrd. Dollar, etwa des 3,4-fachen des Jahresumsatzes. Der Hauptaktionär, der Private Equity Investor Sportswear Holdings Ltd, der auch in Tommy Hilfiger und Donna Karan investiert ist, wird durch die Platzierung von 25,9 Millionen Aktien seinen Anteil von 52% auf 38% reduzieren. Der Gründer und Designer Michael Kors plant 5,8 Millionen Aktien platzieren und seinen Anteil von 12% auf 8,6% verringern. Auch der Kors CEO John Idol plant seinen Anteil auf knapp 5% zu reduzieren.
Trotz der aktuellen eher schwierigen wirtschaftlichen Lage könnte die Börsennotierung durchaus Sinn machen. Während Hersteller und Händler im mittleren bis Premiumsegment Verluste hinnehmen müssen, ist die Nachfrage nach Luxusartikeln ungebrochen. Der Nettogewinn konnte sich im vergangenen Geschäftsjahr 2010/11 aufgrund gestiegener Umsätze in Höhe von 803 Mio. Dollar um 85% auf über 72 Mio. Dollar verbessern. Weltweit betreibt Michael Kors 169 Stores in Nordamerik und weitere 34 in Europa und Japan.
Foto: Michael Kors







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