Zara-Gründer bleibt reichster Mann der Modewelt
Geht es nach dem Reichen-Ranking des Wirtschaftsmagazins „Forbes“ befindet sich die Modebranche im Absturz. Zara-Gründer Amancio Ortega ist nicht mehr unter den Top 3 und auch andere "Mode-Aktivisten" rutschen nach unten.
Amancio Ortega kann sich auf Platz vier der Forbes-Liste einreihen
Auf Platz eins des Forbes-Reichen-Rankings landete dieses Jahr wieder Microsoft-Boss Bill Gates, der 79,2 Mrd. Dollar sein eigen nennen kann. Dahinter folgen der mexikanische Telekom-Guru Carlos Slim Helu mit 77,1 Mrd. Dollar. Unter den 1.826 Milliardären tummelt sich auch Aktienmogul und Investment-Banker Warren Buffett (Platz 3 mit 72,7 Mrd. Dollar), der den spanischen Modemilliardär und Inditex-Gründer Amancio Ortega mit seinen immerhin 64,5 Mrd. Dollar auf Platz 4 verwies. Immerhin bleibt der 78-jährige Spanier damit weiter locker vor LVMH-Chef Bernard Arnault, der sich mit „nur“ 37,2 Mrd. Dollar von Platz 15 auf Platz 13 vorarbeitete. Amazon-Gründer Jeff Bezos, mittlerweile 35,1 Mrd. Dollar schwer, arbeitete sich dagegen von Platz 18 auf Platz 15 vor.
Wenig Fortune hatte offensichtlich auch der H&M Chairman (und Gründersohn) Stefan Persson, der von gut 10 Milliarden Dollar verlor und mit 24,5 Mrd. Dollar nur noch Platz 28 (Vorjahr: 14) belegt. Leonarde de Vecchio, Gründer des Luxottica-Sonnenbrillen-Imperiums, verlor vergleichsweise wenig und belegt zwei Ränge unter dem Vorjahr 2015 noch Platz 40. Für die deutschen Discounter-Dynastien ging es ebenfalls nach unten: Dieter Schwarz (Lidl) belegt mit 20,4 Mrd. Dollar Rang 46 (Vorjahr: 29), während Theo Albrecht jr. (Aldi) mit seinen 18,8 Mrd. Dollar nur noch Platz 49 besetzt. Michael Otto teilt ihr Schicksal und schafft es mit 18 Mrd. Dollar gerade noch unter die Top 50. Kering-Chef Francois Pinault dagegen muss sich mit 14,9 Mrd. Dollar mit Rang 65 zufrieden geben (Vorjahr: 58).
Fashionseitig relevant wird es dann erst wieder auf Platz 174: Nachdem er 2014 noch auf Platz 129 gesessen hatte, büßte auch Giorgio Armani, 7,7 Mrd. Dollar schwer, einige Plätze ein. Viel, viel weiter abgeschlagen folgen dann
- auf Rang 301: Topshop-Gründer Philip Green mit 5,1 Mrd. Dollar (Vorjahr: 270)
- auf Rang 330: Mango-Gründer Isak Andic mit 4,8 Mrd. Dollar (Vorjahr: 244)
- auf Rang 352: Billigschuhkettengründer Heinrich Deichmann mit 4,6 Mrd. Dollar (Er scheint neu im Ranking zu sein)
- auf Rang 405: Miuccia Prada mit 4,1 Mrd. Dollar (Vorjahr: 102)
- auf Rang 557: Diesel-Macher Renzo Rosso mit 3,2 Mrd. Dollar (Vorjahr: 483)
- auf Rang 603: H&M CEO Karl-Johan Persson mit 3,0 Mrd. Dollar (neu dabei)
- auf Rang 628: Der Benetton-Clan mit Carlo, Giberto, Guilana, Luciano Benetton, jeweils 2,9 Mrd. Dollar (Vorjahr: 580)
- auf Rang 810: s.Oliver-Gründer Bernd Freier mit 2,3 Mrd. Dollar (Vorjahr: 687)
- auf Rang 1173: Das Designer-Duo Domenico Dolce & Stefano Gabanna mit jeweils 1,7 Mrd. Dollar (Vorjahr: 1078)
- auf Platz 1386: Schmuck-Erbe Paolo Bulgari mit 1,4 Mrd. Dollar (Vorjahr: 1210)
- auf Rang 1386: Der italienische Stoffproduzent Pier Luigi Loro Piana mit 1,4 Mrd. Dollar (Vorjahr: 1046)
- auf Platz 1415: Schuhhersteller Horst Wortmann (Tamaris) mit 1,3 Mrd. Dollar (neu dabei)
- auf Platz 1605: Moncler-Gründer Remo Ruffini mit 1,2 Mrd. Dollar (Vorjahr: 1210)
- auf Rang 1712: Cashmere-Anbieter Brunello Cucinelli mit 1,1 Mrd. Dollar (Vorjahr: 1284), gemeinsam mit Dariusz Milek, der Gründer des polnischen Schuhfilialisten CCC
- und auf Rang 1741: Tory Burch mit 1 Mrd. Dollar (Vorjahr: 1565) und Spanx-Wäsche-Gründerin Sarah Blakely
Das Schicksal teilt er übrigens mit Designer Michael Kors, der es letztes Jahr immerhin noch auf Platz 1565 schaffte. Vielleicht tröstet es ihn ja, dass er das Schicksal nicht nur mit Tory Burch’s Ex-Mann Christopher und dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroshenko sowie einer ganzen Reihe anderer Russen teilt.
Neben dem fast einhelligen Absturz der Modeunternehmen zeigt die Liste vor allem zwei Dinge: Zum einen, dass das Ranking im Fashion-Bereich immer stärker von Chinesen wie Daunenhersteller Gao Dekang, Internethändler Hong Xiaobo oder die Modeunternehmer Ma Hong und Jacky Hu dominiert wird. Die kennt hierzulande zwar kein Mensch, aber sie haben mit Modeproduktion oder -handel in Fernost Milliarden gescheffelt. Ebenso ist bezeichnend, dass Frauen genauso selten viele Milliarden auf dem Konto ihr eigen nennen, wie sie Vorstandsposten inne haben.
Foto: Ortega







Interessanter Artikel! Danke